Der schlimmste Geburtstag bisher

Geburtstage sind etwas tolles! Ja, ich gebe es zu, ich bin ein totaler Geburtstagsfan!! Ich mag die Girlanden, den Kuchen, die Geschenke, dass dich jeder mit einem Lächeln grüsst, die Menschen an dem Tag nett zu dir sind und sich Gedanken gemacht haben, womit sie dir eine Freude bereiten könnten.
Schon als ich noch zuhause wohnte, waren Geburtstage etwas besonderes. Alle Familienmitglieder standen vor dir auf, der am Abend vorbereitete Gabentisch war noch geheim, überall hingen bunte Girlanden und ein Strauss Blumen schmückte die ganze Szene. Am Nachmittag kam dann meistens noch ein Geburtstagskuchen dazu, entweder besonders fantasievoll gestaltet oder sogar geschmacklich nach Wunsch des Geburtstagskindes. Begrüsst wurde man mit einem Geburtstagslied, Glückwünschen und lieben Umarmungen. Je nach Wochentag unternahm man am Nachmittag gemeinsam etwas oder ging am Abend essen.

Lebt man 730km von seiner Familie weg, ändern sich solche Rituale und Bräuche. Genau solche musste ich mir zu Beginn mit dem Freund erst mal zusammenstellen, denn bei dem lief das gaaanz anders: Von aussen betrachtet schien es wie ein normaler Tag, man gratulierte per Telefon und ass zusammen Kuchen wenn man sich das nächste Mal traf, für grosse Kinder gab es Geldgeschenke zum selber auswählen und alles in Allem war es sehr unaufgeregt. Und nun kam ich mit meinen Girlanden und dem Kuchen unterm Arm!
Aber der Freund war dafür zu begeistern! Zwar würde er nie zugeben, dass es ihm wichtig ist aber man sieht wie sehr er sich freut, wenn Kuchen, Blumen und Deko da sind…nur gesungen wird nicht (so ein Solokonzert ist ja auch blöd).

Nun hibbelte ich schon zwei Tage vorher meinem Geburtstag entgegen. Der Freund hatte Grosses geplant und sich sogar extra frei genommen, Mittags sollte ich hübsch rausgeputzt zu einem unbekannten Treffen erscheinen. Jippie!
Nachdem wir früh ins Bett gingen und noch Scherze übers nächtliche Gratulieren machten, begann mein Geburtstag tatsächlich damit, dass der Freund mich weckte.

„Sorry, ich bin krank und gehe lieber ins Gästezimmer schlafen. Ach ja, Alles Gute zum Geburtstag.“

Noch hoffte ich auf eine kleine Erkältung und keine oder nur geringe Auswirkungen auf meinen Tag. Leider sah das unser Baby anders und auch er meldete sich ab 2:30 Uhr krank. Weinen, jammern, Husten, Tragen, Schlafentzug…meinen Geburtstag hatte ich mir anders vorgestellt. Der Freund meldete sich am nächsten Morgen gleich komplett krank und sah auch nicht so aus als könnte man ihr vor die Türe lassen. Dem Zwerg gings tagsüber wieder besser und so ging ich auf Arbeit und er zur Kita. Die Lunchüberraschung sagte der Freund ab. Chic rausputzen musste ich mich also nicht. Auch das Treffen am Mittag war abgesagt, …mein Tag bekam erste Risse.
In der Schule noch unbekannt bei den Schülern und dem Team, musste ich leider auf Gratulationen verzichten. Auf dem Weg zur Kita und zurück kam mir das erste Mal der Gedanke „Heute ist wie jeder andere Tag auch“. Aber noch gab ich mich nicht geschlagen, versuchte den freien Nachmittag zu geniessen. Schliesslich hatte sich der Freund hochgequält und ein paar Girlanden verteilt und Geschenke verpackt! Diese typischen 10 Minuten, waren die schönsten am ganzen Tag. Denn als der Freund wieder ins Bett ging und ich allein mit mir im Wohnzimmer blieb, fiel mir nichts besseres ein als Fernsehen und bügeln. Tschja. Geburtstag und so.

Fünf Minuten bevor ich das Baby abholen wollte, zogen plötzlich die Wolken zu und nach heissen 30 Grad fiel uns jetzt der Himmel auf den Kopf. Mit Unwetter, Regengüssen, Blitz und Donner. Also wartete ich kurz ab, zog mich schliesslich aber regenfest an und holte unseren Liebling. Das nun folgende war der Tiefpunkt des Tages.
Klatschnass am Bahnhof angekommen quetschten wir uns in den Bus. Schon hier musste ich das vor Hunger brüllende Kind beruhigen, nur 6 Minuten, dann wären wir daheim. Wir setzen uns und sahen zu wie der bus voller und voller wurde. Leute schimpften über den (leeren) Kinderwagen und warfen dem weinenden Baby genervte Blicke zu. Da wir in 15 Minuten schliesslich nicht eine Station weit gekommen waren sah ich mich gezwungen ihn vor Ort zu stillen, das 6 Minuten Versprechen konnte ich nicht einlösen. Auch hier wieder Blicke, jetzt alles von neugierig bis empört. Fast eine dreiviertel Stunde brauchten wir nach hause. Eine Station vor unserer versuchte ich uns fertig zu machen. Das Baby in die Trage binden ohne an die Leute zu stossen, die keinen Zentimeter zurückwichen. Schliesslich aufstehen und zum Kinderwagen kämpfen. Da niemand mir zur Hand ging musste ich von der Vorderseite des Wagens aus probieren die Bremse zu lösen und schob dann, aus Mangel an Geduld, den Wagen einfach Richtung Tür als der Bus hielt. Man kann es sich nicht vorstellen, aber niemand machte Platz. In meiner Trage ein weinendes Kind, im Arm die nasse Regenjacke und vor mir der eingekeilte Wagen. Schlieslich stiegen Passanten aus und ich bat sie um Hilfe…war ich doch an der Fussseite des Wagens. Die Hilfe bestand darin, dass sie vor der Tür zur Seite traten und den Wagen kopfüber aus dem Bus rollen liessen. Da standen wir beide nun, sammelten den umgefallenen Wagen ein, ich versuchte das Baby vor den Sinntfluten von oben zu schützen und gleichzeitig die Jacke über uns zu halten. Meine Meinung über die wieder einsteigenden oder schlimmer noch, neugierig schauenden, Menschen hätte tiefer nicht sein können. Den Tränen nah sortierte ich uns notdürftig unter dem Bushaltestellendach und heulte mich schliesslich beim Freund aus.

Um den Tag zu retten wollten wir beim liebsten Pizzakurier Essen bestellen. Nun ja, der stand in genau dem Stau aus dem ich gerade kam. Auf der Autobahn war eine Unterführung geflutet. Nun ja, keine Pizza in Aussicht.*
Das Baby ningelte, der Freund kränkelt, der Geburtstag geht vorbei. Klar wollen wir die nächsten Tage alles nachholen! Schade nur, dass alle Freunde und Bekannte schon verbucht waren. Kein gemeinsames Brunchen, kein treffen, nicht mal zwischen drin Kuchen essen. (Wir hatten keinen Kuchen.)
Am Abend schlief der Freund gleich getrennt von uns und das Baby begann halb zwölf zu husten. Nachtruhe gab es dieses Mal nicht, der Nachwuchs schlief nur aufrecht auf meinem Arm, einmal gab ich Alarm, weil der Wichtel nicht mehr richtig atmete und ich Unterstützung vom Freund brauchte. Die Überlegung ins Spital zu fahren stand im Raum wurde aber aufgelöst. Kurz vor 6 musste der Freund dann, egal wie krank, aufs Baby aufpassen damit ich kurz schlafen konnte.

Mein grosser Tag begann und endete also mit einem kranken Freund und einem kranken, nicht schlafenden Baby. Juhu, ein Jahr älter!
Aber immerhin, nächstes Jahr wirds besser.

 

*Später am Abend konnten wir die immerhin nachholen!

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Neuanfang und Schulstart

Es scheint so als wäre heute der wirklich erste, richtig freie Nachmittag für mich, seit der Babypause. Heisst ich hatte tatsächlich beide Hände frei, als ich zur Türe rein kam, konnte ohne Probleme meine Taschen und Getränke abstellen und habe nun wahrhaftig ungestört auf dem Sofa Mittag gegessen während Netflix lief. Eine ganze verdammte Folge!

Uff.

Natürlich habe ich nicht wirklich frei. Haushalt, RAV Formulare und Vorbereitung für die nächsten Stunden müssen auch gemacht werden, aber es fühlt sich eben schön an. So nach Auszeit (die ich wohl nur geniessen kann weil ich das Baby vor einer Stunde in der Kita sah und genau weiss, dass ich ihn in drei Stunden wieder abholen ^^)

Auch der Wechsel zur neuen Schule lief gut. Die Klasse ist mir als angenehm, diskutierfreudig, engagiert und gut händelbar verkauft wurden. Natürlich mit den ein oder anderen Pappenheimern, aber das wissen wir ja von jeder Klasse. Bisher öäuft auch alles wirklich gut, nur sind sie etwas lethargisch. Kein Spiel, Wettbewerb oder Aktivierungskram hat sie bisher so richtig packen können.
Um so spannender finde ich es, dass man bereits nach 2 Tagen verschiedene Typen wiedererkennt und zuordnen kann. Wir haben einen kleinen Schwächling, eine extrovertierte Kreative, eine schüchterne Mangaleserin, die drei giggelnden Weibchen (zusammengesetzt aus der grossen Hübschen, der kleinen Vorlauten und der ruhigen Mitläuferin), den lustigen Vorlauten, den anstrengenden Sportler mit der grossen Klappe und dem Leistungsdefizit, … und so weiter. So viele Figuren, die sich in anderen Klassen wiederfinden so dass ich nun schon Vergleiche ziehe.
Oh, die Anna benimmt sich so wie die Sonia aus der alten Schule, vielleicht funktioniert es im Unterricht ja ähnlich…

Das erste Mal versuche ich mich als Fach- statt Klassenlehrerin und weiss noch nicht wie ich das finde. Weniger Verantwortung aber auch weniger Handhabe gegenüber den Schülern.

Ich bin gespannt wie es weitergeht!

Der böse Mann und die unverschämten Frauen

Heute im Bus habe ich ihn getroffen, den bösen Mann. Der Freund findet es immer doof, wenn ich Leute nach den ersten 2 Minuten als doof, süss oder böse kategorisiere aber hier war es ein ganz eindeutiger und einfacher Fall. Um so erschreckender, dass es gleich mehrere an einem Tag waren.

Wir alle sassen in einem mässig vollen Bus, es gab noch genug freie Plätze überall. Für ihn die drei weiteren Plätze des Vierers und für mich die Zuschauerbank direkt dahinter. Zum „wir“ gehört auch eine junge Mutter mit ihrem kleinen Mädchen auf dem benachbarten Vierersitz. Die Hautfarbe, die Haare und auch die Kleidung der Mutter (Mädchen in herzig pinktem Tüllröckchen) zeigten bereits an, dass sie kulturell einen anderen Hintergrund hatte. Das ist hier so weit nicht ungewöhnlich, an manchen Morgen denke ich sogar mehr Englisch als Deutsch im Zug zu hören. Nun fing das Mädchen an sich mit der Mutter zu unterhalten, fragt mich bloss nicht in welcher Sprache, es war keine mir geläufige und die unüberhörbare Babysprache von Pinki machte das „Lauschen“ nicht einfacher. Das Kind quasselte und plapperte, zeigte auf jeden Baum und sicher auf 50 verschiedene Dinge von denen ich nicht wusste was gemeint war. Der Mann vor mir wohl auch nicht und das störte ihn. Er fing an laut vor sich hin zu murmeln und warf immer wieder böse Blicke und Gesten über den Gang. Die Beiden ignorierten ihn gekonnt, da gerade ein Bekannter einstieg und sich zu ihnen setzte. Sofort begann Pinki zu fremdeln, steckte sich die ganze Faust in den Mund und gab nur noch einzelne Wörter immer wieder zu wiederholen. Die beiden Erwachsenen unterhielten sich derweil prächtig in ihrer ungewohnten Sprache.
In der Mitte der Fahrt war das Eis wohl gebrochen, der Mann unterhielt sich angestrengt dechiffrierend mit dem Mädchen, das immer wieder aufgeregt aus unserem Fenster zeigte. Plötzlich wedelte der andere „böse“ Mann mit den Händen und stampfte mit dem Fuss auf, wie wenn man ein zudringliches Tier verscheuchen wollte. Das Immigrantensaupack, dass nur von seinen Steuern hier lebte und sicher nicht mal das Busticket bezahlt hätte, solle endlich Deutsch lernen, niemand wolle hier ihre unanständige Sprache aus der Wildnis. Das und weitere wüste Sachen sprudelte er der kleinen Gruppe entgegen, verschreckte das kleine Mädchen mit jedem lauten Satz mehr und machte so Hühner-scheuch-Bewegungen. Als niemand von ihnen Anstalten machte aus dem fahrenden Bus zu springen, setzte er sich laut zeternd in die Bank genau vor ihnen und wollte „Jetzt aber nicht mit dem Lärm gestört werden!“ Der Mann schaute frustriert, die Frau streichelte erschrocken das Mädchen, welches sich auf ihren Schoss verkrochen hatte. Das Beide mit dem Kind dann drei Stationen später im gleichen Quartier wie ich ausstiegen, fand ich sehr bezeichnend, denn von Luft und Liebe  oder auch nur einem Sozialzuschuss kann man hier beim besten Willen nicht leben.

Ein ähnlich anstössiges Beispiel, aber auf einem ganz anderen Level gaben mir ein paar (unverschämte) Mütter auf. In der grossen Pause sind unsere Junges auf dem Bolzplatz. Das ist gut so, denn hier werden sie viel Energie, Alphagehabe und Mädchenimponieren los, dass wir sonst im Klassenzimmer hatten.Während meiner letzten Aufsicht standen im Kleinkinderbereich (Sandkasten, Kletterschiff, Rutschbahn) fünf Mütter rum und liessen ihre Kinder nach der Schule und ausserhalb dem Schulgelände toben. Auch toll, Spiel und spass für alle. Als sich mit zwei Mütter näherte und wissen wollten, ob ich hier wohl Lehrerin wäre, dachte ich erst mal „Oh weh, hoffentlich ist nichts kaputt gegangen. So zimperlich sind meine da ja nicht.“ Aber nein, sie wollte mir unbedingt von gestern erzählen. Da waren sie nämlich mit ihren Kindern auch hier und die haben die grossen Fussballspielen gesehen und wollte dann natürlich auch. Die Mütter also hin zu meinen 16jährigen Fussballmachos und fragen, ob sie den Ball (der gerade mitten im Spiel war) für ihre Kinder leihen dürfte. Wie nicht anders erwartet und ganz natürlich, sagten meine einfach nein und spielten weiter. So weit so normal, kein Grund mich zu sorgen sondern eher zu schmunzeln.
Halt, falsche Reaktion! Die Mütter waren empört. Schliesslich gingen ihre Kinder in unserer Schule in die Kita und würden somit zur Schule gehören, also dürfen sie doch wohl das Material der Schule mitbenutzen. Was das denn für Umgangsformen sind und wenn das die Kinder der Oberstufe sind dann machen sie sich schon Gedanken was für einen Einfluss die auf ihre lieben Kleinen (die sich gerade mit der Schippe schlugen) haben würden (keinen). Der Hinweis, dass es ein privater Ball ist und die Jugendlichen sie ja gar nicht kannten zählte nicht. Und die schreckliche Lehrerin gestern habe die Kinder nicht mal verwarnt oder zur Entschuldigung angehalten. Nein, Recht habe sie ihnen gegeben, das muss man sich mal vorstellen! Das Ende vom Lied: Egal wie ich ihnen versuchte klar zu machen, dass die Oberstufe etwas rabiater ist, sich auspowert und dazu den selbstmitgebrachten Ball braucht, weil sie sonst nicht spielen können (logisch) – brachte nichts. So unpolite Jugendliche, ob wir die von der Gemeinde zugeteilt bekommen würden, schliesslich kennt man ja diese schwer erziehbaren oder unsozialen Kinder, die nirgendwo gewollte sind wegen ihrem schlimmen Verhalten. So unhöflich und gar nicht zuvorkommend, pah.
Nein, das sind alles normale Kinder, die freiwillig hier sind und deren Eltern sehr viel in ihre Bildung investieren. Schliesslich seien ihre Kidner ja auch an dieser Schule, sie kenne ja das Klientel, war mein Apell, der ungehört verhallte.

Sie werde sich das merken für die Schulleitung, und sowieso habe wegen diesem Vorfall heute jedes der Kinder (5) einen eigenen Ball dabei. Nicht dass es aussieht als wären sie auf uns angewiesen, ihrem Mann gehöre nämlich da die Restaurant-Kette.

Uff, damit beendete ich die Pause frühzeitig und somit auch das Gespräch. Wer weiss ob ich Alexander-Felix Jordan, der gerade Sand aus einem Eimer ass, ohne sich um den Haufen Bälle neben ihm zu kümmern, sonst nicht mein Beileid ausgesprochen hätte.

Das Märchen vom guten Arbeitgeber

Lange wars hier ruhig. In der Zeit ist mal gar nichts passiert (kein Grund zu Schreiben) und dann wieder so viel auf einmal (keine Zeit zum Schreiben). Das Wichtigste voraus: Ich bin wieder auf Stellensuche und mit dem lokalen Mutterschutz bzw. dem Verhalten den Arbeitgeber nicht zufrieden. Genau darum soll es in dem heutigen kleinen Märchen auch gehen:

Eines schönen Tages trug es sich zu, dass die Frau des Softwareentwicklers ihr Kind  in die Kita geben wollte. Dies war mit ihrem Herrn vor dem Mutterschutz abgesprochen und auch befürwortet wurden.  So machten sich der Softwareentwickler und die Frau also auf die Suche nach den höchst raren Kita-Plätzen und wurden nach fast einem Jahr endlich überraschend fündig. Eine gute Fee versprach ihnen gegen enorme Bezahlung einen Platz für den Jüngling.
Da die Eltern ihr Kind auch gerne etwas für sich haben wollten sprach die Frau des Softwareentwicklers bei ihrem Herrn vor und vereinbarte (früher als verlangt) eine brauchbare Lösung. Die gute Fee versprach auf den Jüngling zu achten, der Herr versprach die Entlohnung der Frau und gemeinsam versprachen der Softwareentwickler und seine Frau dafür die enormen Kosten der Fee zu decken. Alle freuten sich ihres Lebens und genossen die glückliche Fügung.

Das klingt doch so weit so gut, aber wie in allen Märchen kommt jetzt die grosse Wendung.

So wurde die Frau des Softwareentwicklers plötzlich von einem netten Gesellen gewarnt, dass der Herr ein falsches Spiel treiben würde und sie des Hofs verweisen wolle. Ganz aufgescheucht informierte sich die Frau bei Advokaten, Gelehrten und anderen Mit-Frauen – ging jedoch gemischter Gefühle zu einem spontanen Treffen und hoffte auf ein Missverständnis.
„Sie stellte sich gar freundlich, o Hänsel, welche Not!“ Ah, falsches Lied…
Betont joval und freundschaftlich begann nun das Gespräch, vor dem sich die Frau des Softwareentwicklers fürchtete. Es seien zu wenig Kunden am Hofe, deswegen gibt es hier keine Arbeit mehr für sie, nur aus purer Herzensgüte dürfe sie einmal pro Tag die Gesellen und Kunden am Hofe besuchen und für Wasser und Brot mit ihnen sprechen. Die getroffene Abmachung sei keinen Pfifferling wert. Die Frau, welche die Abmachung mit der guten Fee im Kopf hatte und an den Jüngling denken musste, wollte sich damit nicht abfinden und stellte den Herren auf die Probe. Dieser hat nun etwas Zeit zu beweisen, dass er auf der richtigen Seite des Märchens steht oder er wird die Frau des Softwareentwicklers nie wieder sehen. 

Die sucht jetzt nämlich eine neue Stelle. Das Vertrauen in den Arbeitgeber und die Anerkennung ihrer Leistung ist nämlich nicht mehr gewährleistet. Hoffen wir, dass nach Kündigungsschluss, mit den gestellten Anforderungen, in erreichbarer Entfernung und vereinbar mit dem Kitaplatz irgendwas zu finden ist…sind ja nun nicht gerade wenig Vorgaben.

Drückt mir die Daumen!

Maleficent

Saubere Hauselfenputzhilfe

Ich gebe es frei zu, es gibt für mich Schöneres als zu putzen, Dinge aufzuräumen, Wäsche zu machen, Fenster zu putzen, Boden zu wischen oder Spülmaschine auszuräumen. Oft ist es hier so lange chaotisch bis wir einen Rappel kriegen oder Besuch kommt. Aber in diesen Situationen sind wir in kurzer Zeit so effektiv, wie andere beim wöchentlichen Putzen! 😜

Seit einiger Zeit tragen wir uns also mit der Überlegung, jemand externes mit diesen Aufgaben zu betreuen. Nach sicherlich 1,5 Jahren in denen wir das so vor sich hin dümpeln liesen, entschieden wir uns für einen Versuch.
Recht kurzfristig engagierten wir einen Putz-Service für eine Probereinigung. Um das Ganze vorweg zu nehmen: wir sind sehr zufrieden und alles glänzt(e)! Drei einhalb Stunden dauerte das Geputze, bei dem Küche mit Backofen und zwei Bäder gereinigt wurden. Ausserdem wurden in 5 Zimmern Staub gesaugt und gewischt…ich kanns kaum glauben. Die Dame wollte auch nicht lange reden, sondern rollte die Ärmel hoch und legte sofort los. Anweisungen waren nicht nötig aber leider auch nicht möglich, da wir uns nicht wirklich gut verständigen konnten. Ob die Dame nun mit Ecover geputzt hat oder die anderen Putzmittel nahm weiss ich nicht, aber alles riecht sehr sauber und geputzt…wir mussten erst mal lüften 😅

Alles in Allem sind wir sehr zufrieden und überlegen den Service regelmässig in Anspruch zu nehmen. Nun können uns Freunde und Verwandte also auch kurzfristig besuchen. Sehr schön! 😀

Das mit den 100 Dingen

Mein kleiner Blog hat ja die Kategorie „100 Dinge in 1000 Tagen“…Ja, die wurde vernachlässigt und zwar so stark, dass mir gerade eben erst auffiel, wann die Deadline ist.

Am 17.Februar 2017.
Also am Freitag. Diesen.
Haha.

Wenn ich so drüber schaue sind noch 18 Dinge offen:

  1. Dem Bruder ein Tshirt drucken –> war mal ein Weihnachtsgedanke und hat sich nun eigentlich erledigt
  2. Zu einem Spieleabend gehen –> Wir spielen in der Familie vom Freund, aber so ein offizieller Spieleabend mit Freunden kam noch nicht zustande.
  3. Kochabend (siehe 2)
  4. Filmabend (siehe 2)
  5. Disneyland besuchen –> irgendwie stand das nicht so weit vorn auf unserer Reiseliste und da der Freund Frankreich meidet wie die Pest, wird es wohl nicht Disneyland Paris
  6. Mittelalterfeste finden –> wir haben eins probiert, das aber ausser Geldabschneiderei nichts brachte
  7. Klavier üben –> haha, ja ich weiss…shame on me
  8. abnehmen –> nun ja, war dieses vergangene Jahr weniger möglich
  9. der Tanzkurs –> litt unter Zeit, Geld und wirklich verlockenden Angeboten. Wird aber wieder Thema werden. Irgendwann
  10. Stricken –> ne, wirklich nicht
  11. Windlichter –> dafür braucht es irgendeinen tollen Event. Seufz
  12. Chor –> ist hier anscheinend recht elitär, bin noch nicht überzeugt
  13. Ballett –> verhängt. Theater und Co. habe ich geschafft aber kein Ballett
  14. Bücher nachkaufen –> bin immer noch dran. Überlege ob die Kindle-Bücher da mit reingehören
  15. Kuchen –> sind immer die selben. Der Freund hat mir verboten in den Ferien wieder so viel zu backen, weil er es immer aufessen muss :p
  16. Rhabarber –> schlicht und einfach vergessen
  17. Kassler –> fertiges schon aber so frisch vom Fleischer, nein
  18. Fondant –> Werk des Teufels! Klappt einfach nicht

Nun überlege ich, die Kategorie zu erneuern. Vielleicht mit dem Freund gemeinsame Punkte einfügen? Mal brainstormen und Ideen sammeln.

Was machen eure Vorsätze, Ziele, Pläne? Seid ihr da akribisch hinterher oder geht es euch wie mir? Manchmal finde ich alte To-Do Listen vergangener Jahre, die noch genauso aktuell sind wie zur Zeit als sie erstellt wurden…

0old

Acht Jahre du und ich ❤️

Acht Jahre

  • … kennen wir uns jetzt schon
  • … bist du mein Liebling
  • … gehen wir uns auch mal auf die Nerven
  • … teile ich meine Gedanken und Wünsche mit dir
  • … auf die ich mit viel Liebe zurück schaue

Heute haben wir unser achtjähriges Jubiläum. Acht Jahre Beziehung in denen wir lachen, weinen, feiern, streiten, kuscheln und Spass haben konnten. Acht Jahre in denen wir viel erlebt haben und die ich für Nichts wieder hergeben würde.

Also mache ich nicht viele Worte, sondern schaue, dass ich noch etwas Zeit mit meinem Liebsten verbringe. Anders als die letzten Jahre feiern wir das nicht ausserhalb in einem chicen Restaurant sondern auf dem eigenen Sofa. ^^