Alles mühsam. Und viel zu laut.

Gerade kann ich nicht mehr.

Dabei weiss ich gar nicht woran es liegt. Das Schuljahr ist erst vier Wochen alt, meine Klasse ist normalerweise herzig und der Butzel macht täglich neue lustige Sachen.

Und doch bin ich erschöpft. Frühs im Zug kann ich nicht mehr lesen, weil ich einfach nur den Kopf irgendwo anlehnen möchte. Kein Twitter, kein Buch, kein Schulheft…einfach nur 20 Minuten nicht aufmerksam sein müssen.
In der Mittagspause stört mich das Gerangel und Gerede im Lehrerzimmer, oben in meinem Schulzimmer verfluche ich die bodentiefen Fenster zum Schulhof, weil ich so nicht mal kurz den Kopf auf den Tisch legen kann.
Nach der wirklich intensiven 2. Oberstufe habe ich keinen Nerv mehr zum rücksichtsvoll sein. Ich verteile Einträge und schicke drei Schüler für ein ernstes Gespräch nach draussen.
Wenn die Schule vorbei ist, sitze ich mit Kopfschmerzen im Zug. Ich bin den Tränen nah, weil ich weiss, dass im unmittelbaren Anschluss der Butzel vor mir steht und Liebe , Aufmerksamkeit, Interesse aber vor allem Energie von mir braucht.

Ich habe keine.
Keine Energie um meiner Klasse zum 500. mal klar zu machen, dass sie ganz herzige junge Leute sind aber 14 Einträge in 4 Wochen Schulzeit einfach zu viel ist!
Keine Energie um den tobenden 13jährigen verständlich zu machen, dass 15 Minuten Zeitung lesen in der Stunde nicht zu viel verlangt ist. Nein, eigentlich habe ich einfach keine Lust es 23 mal zu erklären und mich vor jedem einzeln zu rechtfertigen. MACH EINFACH! möchte ich brüllen, habe aber Angst, dass ich mich dann nicht mehr beruhigen kann.

Dabei bin ich so müde.
Die letzten zwei Nächte habe ich den Butzel nicht gehört. Habe ich am Anfang auf jeden kleinen Pieps reagiert, war ich heute ganz erstaunt, als der Freund mir sagte, dass die Nacht unruhig war. Dass er drüben war wegen Husten, Trinken geben, Fenster öffnen.
Als der Butzel neugeboren war hatte ich eine Freundin, die befürchtete ihr Baby nicht zu hören und es darum im Spital der Hebamme über Nacht gab. Für mich zu dieser Zeit unvorstellbar, bei jedem unruhigen Atmen, blinzelte ich kurz zum Baby hin. Jetzt bin ich die Mutter, die ihr Kind in der Nacht nicht hört. Ich fühle mich schlecht und der Tag beginnt etwas angeknackst.

Von wegen angeknackst, mir tut alles weh. Die Schultern sind dauerhaft verkrampft, aber den Nachmittagsstunden ist der Kopfschmerz da und es graut mir davor, den Rucksack nachher heim zu tragen. Immerhin holt der Freund heute den Butzel ab, ein Gewicht weniger.

Der Butzel merkt, dass irgendwas nicht stimmt. Er ist wahlweise ganz kuschlig, spielt möglichst nah bei uns, klebt förmlich an meiner Seite oder bringt seine Kuscheltiere zum Füttern und Streicheln. Auf der anderen Seite ist er voller Energie, rennt, springt, lacht, will Essen (jetzt!) oder Trinken (das andere!) und wird fuchtig, wenn er nicht alles sofort kriegt. Dann schreit und kreischt er oder ningelt in diesem schrecklichen Babyton (nääääääääääääääääääääääääääääää) pausenlos vor sich hin. Er will alles sofort aber nicht das, was gerade da ist. Neuerdings ist das Windelwechseln ein riesiger Kraftakt bei dem er sich sträubt und wild um sich tritt. Aufs Klo gehen will er aber auch nicht mehr. Da hätten wir das Problem.

Ich habe das Gefühl nie wirklich Ruhe zu haben, also wirklich akustische Ruhe. In der Schule gibt es immer Geräusche. Sogar jetzt in meiner Freistunde wir draussen der Flur gesaugt und die Kirchenglocken schlagen. Die Pausen sind mit Grölen, Schreien, Lachen, Rufen vollgestopft. In der Klasse ist es sogar bei Stillarbeiten, die es selten gibt, wirklich ruhig. Da ist immer ein Geflüster, Geraschel oder einer der Fragen hat. Ansonsten ist es sogar noch lauter. Klassengespräche, Diskussionen und ganz oft stehe dabei ich vor uns muss mit lauter, kräftiger Stimme Anweisungen oder Hilfestellungen geben. Ich kann nicht mehr laut. Ich kann nicht mehr „psccccccccht“. Pscht, hängt mir zum Hals raus und tut im Kopf weh.

Ehrlich, ich weiss nicht was los ist. Fühle mich jämmerlich. Bin immer an der Tränengrenze. Dabei habe ich gerade eigentlich ein echt schönes Leben und der Freund unterstützt mich, wo es ihm nur möglich ist. Hoffentlich ist das bald vorbei. So kenne ich mich selbst gar nicht. Uns do gefällt es mir mit mir auch nicht.
Alles doof.

 

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Wirre Eindrücke und viele Pläne #Hausgedanken

Ich eröffnen eine neue Kategorie in der ich unsere Haussuche etwas festhalten werde. Twitterleute wissen, dass uns das Thema schon einige Zeit mitnimmt und beschäftigt. Nur habe ich mich etwas schwer getan mit dem schreiben, weil ich ja weiss wer von den Freunden, Bekannten, Familienmitgliedern und so alles mitliest. Aber was solls – es ist meine Meinung zu dem was wir erleben, kein Kompromiss, keine „na aber ich dachte das wäre sooo“-Sachen, einfach meine eigenen wirren Gedanken. Manchmal widersprechen sie sich gegenseitig, manchmal muss ich sie noch sortieren und manchmal da meine ich sie genau so, wie ich sie hier aufschreibe.

Ein Haus für uns war schon lange ein Thema. Bereits sehr früh in unserer Beziehung war klar, dass wir uns Kinder wünschen und damit kam auch automatisch der Gedanke „Wohin mit denen?“ auf.
Ein Haus sollte es sein. In unseren Wunschvorstellungen hatten wir unsere eigenen vier Wände, mit Garten, waren etwas am Rand der Metropole aber immer noch nahe genug, um das Leben zu geniessen.
Mit der Schwangerschaft vom Butzel wurde das alles dann konkreter. Wir fassten Pläne ins Auge und träumten immer detaillierter. Erste Absprachen wurden getroffen und sich langsam vorgetastet. Bauen in unserem Land konnten wir vergessen. Wer hier keinen eigenen Grund und Boden hat oder erbt, muss entweder Jahrzehnte auf sein Haus sparen oder das Projekt vergessen. Aber das Familienhaus vom Freund stand zur Debatte. Es ging um renovieren, sanieren und schliesslich sogar um einen kompletten Umbau.
Viele Pläne, Gespräche und Bauvorhaben später sehen wir uns wieder komplett neue Häuser an. Weil alles nicht so geht wie wir das möchten. Weil sich immer jemand quer stellt. Weil andauernd jemand denkt, dass er bessere Ideen hat. Und weil sich andauernd jemand unfair behandelt fühlt.

Neubau ist eine grosse Sache, wir wollten das #Schwiegerhaus ja auch modernisieren und so hätten wir keine Umbaukosten, sondern „nur“ den Neubau.
Nun gab es mit unserem Budget und Vorgaben nicht all zu viel Auswahl, aber wir stehen vor einem Objekt. Es ist nett, sieht geräumig aus und wir hätten beim Ausbau noch etwas Mitspracherecht. Aber es lässt mein Herz nicht höher schlagen. Die neue Überbauung ist gut geplant, viele Kinder werden einziehen und es macht einen schönen Eindruck. Aber irgendwie so 0-8-15, ist das nachvollziehbar?
Nun müssen wir uns in zwei Wochen entscheiden, ob wir das Haus nehmen wollen. Aber ich habe Sorge eine falsche Entscheidung zu treffen. Von der ersten gemeinsamen Wohnung war ich auch nicht gleich angetan und habe mich vom Freund überreden lassen, am Ende war es herrlich! Was wenn wir den Neubau nehmen und dann in einer Doppelhaushälfte, in einem Ort von dem ich noch nie gehört habe, mit mehr Schulden als ich in meinem Kopf denken kann, nicht glücklich werden? Aber was wenn wir das Haus nicht nehmen und dann mit dem Umbau immer irgendwo in den 80er Jahren hinterher hängen? Oder wenn wir das Neubauhaus ausschlagen aber das Schwiegerhaus nicht bekommen, weil die Familie wieder eine Macke schiebt, dann haben wir Nichts?

Es ist verzwickt, ich muss mehr darüber nachdenken.

Zu hause darf man zusammenbrechen

Ich habe heute ein verschlossenes Glas Babynahrung mit auf einen Ausflug genommen, einfach nur weil der Kleine es nicht loslassen wollte.

Ich habe im Bio Laden für 2,30 eine bestimmt besonders tolle Bio Banane gekauft, um meinem weinenden Sohn zu helfen, der Hunger jaulte. Spoiler, sie wurde nicht gegessen.

Ich habe heute ein kaum angerührtes Starbucksgetränk im Laden stehen lassen müssen.

Ich habe versucht das Baby mit süssen Getränken zum Trinken zu verleiten.

Ich bot ihm sogar Schlagsahne an.

Ich habe einen Muffin gekauft, weil die Bio Banane wohl nicht das Richtige war.

Ich habe das erste mal jemanden gezwungen etwas zu essen, indem ich es ihm in den Mund stopfte.

Ich höre seit 7 Uhr entweder Nanena nena neeeena oder Räbäääääääääääääh. Wahlweise abwechselnd oder in Dauerschleife.

Ich habe heute 14x gedacht „Das schaff ich nicht mehr“

Ich habe 3,2 km lang den teuren, tollen Wagen geschoben, in dem eine teure, tolle Trage lag und dabei das Baby auf dem Arm getragen.

Ich habe mich heute bei einer Apothekerin entschuldigt, weil mein Kind nur kreischte und jaulte, so dass man die anderen Kunden nicht verstehen konnte.

Ich habe sicher 7x verschiedene Variationen von „Sei doch bitte still!“ gedacht und einmal sogar zum Baby gesagt.

Ich war einkaufen und trug alles an Gepäck und unnötig gekauftem Proviant + Baby nach hause.

Ich habe anderthalb Stunden um Mittagsschlaf gekämpft, bin angeniesst, gehauen und an den Haaren gezogen wurden. Alles nicht absichtlich oder eben absichtlich liebevoll.

Ich habe heute wohl 50 000 mal „wie macht die Katze/das Pferd/Huhn/Schaf/der Esel“ gespielt und 200 Reiter von meinen Knien plumpsen lassen.

Ich habe heute jemandem mit den Fingern den Rotz abgewischt, weil ich irgendwann kein Taschentuch mehr hatte.

 

Ich habe heute Augen-, Nasen- und Ohrentropfen verteilt, obwohl ich wusste, dass es davon kurzzeitig noch schlimmer wird.

Ich habe gekuschelt und getröstet, auch wenn ich dannach Schnodder in den Haaren hatte.

Ich habe am Ende vom Tag ein zerbröseltes Rüebli-Brötchen aus meiner Tasche gepult und die Trage von Bananenflecken befreit.

Ich habe mich aber auch entschieden das Auto heute nicht von der Werkstatt abzuholen weil ich nicht mehr raus möchte.

Ich habe heute dem plötzlich hyperaktivem Kind mein Handy gelassen, weil ich einfach mal 2 Minuten die Augen schliessen wollte.

Ich habe heute auch grundlos angefangen zu weinen als das Baby meine Hand nahm und auf die Plüschkatze legte, damit ich sie streichle.

Ich habe heute nicht aufgeräumt und nicht Wäsche gewaschen.

Und ausserdem wird es heute für mich Pizza geben wenn das Kind im Bett ist, aber nur wenn ich mit Karte bezahlen kann weil ich kein Bargeld im Haus habe.

Ich habe heute alles erdenkliche getan um meinem kränkelnden Kind zu helfen und habe trotzdem irgendwie versagt. Nach drei Stunden tragen galten meine Gedanken nur noch der erhofften Wohnungstür. Wo ich ihn runter lassen konnte, wo genug essen und trinken ist, wo ich nichts mehr tragen muss, wo er hoffentlich etwas findet, das ihn ablenkt, wo er aufhört zu weinen und wo ich einfach mal eine Runde aufgeben kann.

Trotzdem hatte ich am Morgen ein fröhliches Baby und tolle Momente! Ich habe herzhaft gelacht, als das Kind anfing unsere Wurst und Rösti Einkäufe zu verräumen – in das Müsli-Schubfach. Oder er mir mir vier Bananen und eine Fernbedienung für den Obstkorb brachte. Und natürlich ist er jetzt, wo ich auf dem Zahnfleisch gehe, aufgeladen wie ein Duracel-Hase. Strahlt, plappert, macht, tut und möchte bei allem einfach nur „MAAAAMI!!“

Wieder keine 12von12. Also einfach so Bilder

Aus meinen 12von12 werden immer nur 10 oder 8 von 12. Aber ich lade sie trotzdem hier hoch. Hmpf.

1.) Am 12. gab es Mama-Zeit. Also einfach mal auf dem Sofa die Seele baumeln lassen. Das geht am besten mit Erdbeerkuchen. Achja, der Tauf-Apfelbaum vom Sohnemann blüht!

2.) Dann einer Freundin helfen, die sich eine Babytrage zulegen will und schnell noch die eigene Bestellung los werden. Twitter sei dank.

3.) Der Butzel geniesst die Sonne vom Balkon aus und will dabei unbedingt auf einem grossen Stuhl sitzen. Drinnen versuche ich den kleinen Barfussmenschen wenigstens zu Socken zu überreden und bin sprachlos angesichts seiner schwarzen verfusselten Füsse. Wir haben hier vor zwei Tagen gewischt. Ehrlich!

4.) Abends dann zum Sport, der Kleine schläft natürlich doch noch nicht -.- unterwegs begleitet mich mein momentaner Ohrwurm! Der Rückweg sieht dann nach einer Stunde auch sehr viel dunkler aus, als ich das dachte.^^

Soooooo, vielleicht gibts ja beim nächsten Monat tatsächlich mal 12 blogbare Bilder, damit ich mich wieder mit verlinken kann.

 

Man kriget ja so viel zurück

Als Lehrer gibt man schon viel von sich in die Klasse rein. Man sieht sich ja auch jeden Tag, versucht das Beste aus seinen Schützlingen herauszuholen aber gleichzeitig auch möglichst viel Wissen ins sie rein zu kriegen. Das es hierbei immer ein Balanceakt zwischen Zuckerbrot und Peitsche bleibt klingt etwas altbacken. Pädagoge, Coach, Psychologe, Tröster und Dompteur und trotzdem noch Fachmann sein, stand zu meiner Studienzeit in vielen Büchern…klingt auch nicht so viel besser.

Um so mehr hat man an schwierigen Situationen zu knabbern.  So haben wir z.B. in der Klasse ein Hausaufgaben-Boar an dem ich immer sehen kann wieviel Hausaufgaben sie überhaupt auf haben und was ich bereits angesagt habe. Wenn ich es nicht vergesse, erinnere ich immer am Ende des Tages an die kommenden Hausaufgaben. Auch ein Service, den es bei mir noch nicht gab, den ich aber gerne mache, weil ich die Aufgaben (ganz pädagogisch) ja auch Gründen gebe und nicht damit sie einfach nur irgendwas machen und möglichst wenig Freizeit haben. Als dann letzte Woche nur 2 von 14 Schülern ihre Aufgaben vorzeigen konnten war ich angefressen. Die Stunde, welche auf den Erkenntnissen des Arbeitsblatts aufgebaut hätte, war damit gelaufen. Schnell im Hinterkopf überlegen wie ich nun weitergehen könnte und trotzdem noch Konsequenzen (Dompteur) für meine Schüler anbringen. Die fielen so aus, dass ich genau diese Aufgabe einen Tag später einforderte, aber nicht irgendwann, sondern noch bevor der gemeinsame Unterricht begann. Sprich vor dem Stundenklingeln mussten die nötigen Unterlagen bei mir auf dem Tisch liegen. Für mich eine faire Folge, für sie schierer Wahnsinn!
Nachdem ich kurz laut wurde und ihnen darlegte, dass ich so mit ihnen nicht arbeiten konnte, fragte ich nach dem Grund. Kann ja nicht sein, dass 12 Schülern mich nicht hörten, die Tafel nicht sahen und in der letzten Lektion fehlten. Der Grund war anscheinend das Material, denn die Lehrmittel für unser Fach bleiben in der Schule. Das aber jedes Material aufwändig gescannt und digital abgelegt wurde, haben sie verdrängt.  Dass sie 7 Tage Zeit hatten mich nach dem Buch zu fragen, fiel ihnen nicht ein. Dass sie von der Aufgabe auch ein Foto hätten machen können, kam niemandem in den Sinn.

Für mich klare Sache von „einfach verhängt“. Nicht gemacht und gut. Erledigt.

Für sie Grund beim Klassenlehrer vorstellig zu werden und um einen Klassenrat zu bitten.

Weil ich schnell grundlos aus der Haut fahre. Und unerklärt schlechte Einträge verteile. Schnell? Grundlos?? Und das nach nur einem Anschiss. Meine Lieben, wenn ich so ein Mimöschen wäre, hätte ich täglich mit ihren Eltern einen Termin zum Kaffeeklatsch. Aber ach, es ist ja mein Job.
Die unerklärlichen Einträge stammen übrigens daher, dass eben 3 Schüler ihre Aufgaben nicht vor der Stunde einreichten, sondern sie in der Pause (für mich sichtbar) abschrieben und dann nachträglich abgeben wollten. Unerklärlich dieser Eintrag. Für mich auch.

Nun muss ich aber dazusagen, dass neben den negativen Dingen auch positive genannt wurden und dass sie sich bei den negativen Sachen gegenseitig widersprachen, so dass ich genau weiss welche drei (hahaha, Zufall) Schüler hier Redebedarf haben. Wir werden also in unserem enorm vollgestopften Terminplan, noch vor Ostern, Zeit für einen Klassenrat freischaufeln.
An dem sich dann wieder nur die Hälfte der Schüler beteiligen wird. Nun gut. Lehrerleben halt.

Zwischen zwei Jobs

Seit Januar 2017 war ich in unbezahlten Urlaub, seit August 2017 trat ich eine Stellvertretung an und seit Ende Januar 2018 ist diese vorbei. Nun fand ich nach einigem Hin und Her jedoch bereits eine neue Stelle um zu überbrücken. Da ich für dies Anstellung allerdings die Kantone wechseln muss, ergibt sich für mich eine lustige Arbeit-Ferien-Konstellation. Die eine Schule hat nächste Woche Ferien, befristete die Stelle aber auf zwei Wochen vorher (warum auch immer). Die neue Stelle hat ebendiese Ferien aber erst Ende Februar und die Stelle auf die zweite Woche ausgeschrieben (warum auch immer). So bin ich in der einmaligen Lage Winterferien, dann zwei Wochen Schule und anschliessen WIEDER Winterferien, zu haben. Verrückt!

Dass sich das alles in meinem Lohn niederschlägt weil ich ja nicht durchgehend, heisst für die Ferien, bezahlt werde, ist etwas anderes.

Wichtig ist, ich habe einen Job bis Sommer, habe zwei mal Ferien und geniesse gerade die erste Woche. Ganz fahrlässig und ohne jegliche Schulverpflichtung, Vorbereitung oder Übergabe. Schnaubest es zwar nicht, aber toll *gesendet aus einem Bäcker mit Brötchen im Mund*

Rückblickend gesehen

Bei der Polly sah ich wieder mal ihren Jahresrückblick und nahm das Stöckchen auf.

 

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?
Wir haben das erste Jahr mit unserem Baby erlebt, also prinzipiell eine 10, schlaftechnisch eher eine 5 und beruflich vielleicht eine 3. In der Beziehung gab es viel Liebe und Herzmomente aber wenig Pärchenzeit, tendiere daher zur 8. Sozial lernte ich viele neue Mamis kennen, hatte aber viel weniger Zeit und Kontakt zu alten Freunden, also wohl 7… Ein schwieriger Fall

Insgesamt wohl ca. 7

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Das war aber mit der Schwangerschaft als Ausgangslage nicht schwer. Auch wenn meine Familie mit immer sagt ich würde immer schmaler und dünner werden, gibt es doch bei jeder Frau diese gewissen Problemzonen.

Haare länger oder kürzer?
Eher länger, da nicht wirklich Zeit für Friseurtermine war. Allerdings reisst das jüngste Famimlienmitglied täglich daran, so dass sie sicher schon einige cm eingebüsst haben :p

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Kurzsichtig wie immer. Es müssen mal wieder neue Linsen her.

Mehr Geld oder weniger?
Deutlich weniger. Erst der Mutterschaftsurlaub, dann die unbezahlte Zeit, dann die Kündigung, der neue Job mit 40% Da musste ein schlauer Finanzplan her und immer mal ein Blick aufs Budget geworfen werden.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Generell im Alltag nicht mehr, da wir weniger Essen oder im Urlaub sind. Dafür kommen monatlich die Kita Kosten dazu, so dass wir wieder bei einem dicken *mehr* sind.

Der hirnrissigste Plan?
Das Haus der Grosseltern übernehmen zu wollen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Berlin-Urlaub mit dem Baby

Die teuerste Anschaffung?
Familienferien im Babyhotel mit rundum Service.
Das neue Bett mit Matratze und genug Platz für 2,5 Leute.

Das leckerste Essen?
Brunchen im Bächlihof und Essen auf der Taufe.

Das beeindruckendste Buch?
„Chroniken der Verbliebenen“

Der ergreifendste Film?
Das muss ich umschreiben, der einzige Kinofilm war nämlich Thor3. Nicht ergreifend aber lustig 🙂

Die beste Serie?
Modern family

Die beste CD?
Hörspiele waren das Jahr hoch im Kurs.

Das schönste Konzert?
Ein Konzert habe ich dieses Jahr nicht besucht

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Dem Baby. Eindeutig.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Meiner Familie in Deutschland und meiner neuen Famlie in der Schweiz.

Vorherrschendes Gefühl 2017?
OMG, ist der niedlich.
OMG, das wird doch nie was.

2017 zum ersten Mal getan?
Eine Putzfrau engagiert, eine Taufe arrangiert, mit einem Baby im Spital gewesen und Silvester in Liechtenstein gefeiert.

2017 nach langer Zeit wieder getan?
Alkohol getrunken

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Kündigung und Jobsuche in Kombination mit dem Arbeitsamt
Die Verletzung vom Babymann
Sehnenscheidentzündung vom Mann

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Kitawahl für den Sohnemann. Wo, wieso, wann, warum

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Die Tragejacke für den Mann

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Fotoshooting als Familie und ein freier Abend für „Ohlala“

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Das ist aber ein hübsches Baby“
„Ich halte ihnen die StV noch für drei Monate frei, ich denke Sie würden gut passen“

 

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Das Baby ist aus dem OP und es geht ihm gut“
„Lass uns ausgehen, das Baby ist versorgt“

Besseren Job oder schlechteren?
Schlechter weil befristet und nicht so wertgeschätzt.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Ein Fotoshooting im Adventskalender. Freude und Gelassenheit im Umgang mit der neuen Familie.

Mehr bewegt oder weniger?
Weniger Sport gemacht (nämlich gar nicht -.-) aber durch 2 Spaziergänge tägl. und viel Babytragen wohl in der Summe mehr bewegt.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Einmal Magen-Darm, die uns gleich alle erwischte und dann eine harte Erkältung, die mich aus der Bahn warf.

Davon war für dich die Schlimmste?
Magen-Darm, weil ich mich logistisch und körperlich nicht um das Baby kümmern konnte

Dein Wort des Jahres?
Entwicklungsschub

Dein Unwort des Jahres?
Regionalesarbeitsvermittlungszentrum

Dein Lieblingsblog des Jahres?
Regelmässig gibt es Frau Brüllen, Daily Pia, Polly Malone, und die Blogs meiner Twitter Timeline.

Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Eine erreichbare, gut bezahlte, sympatische Arbeitsstelle, welche mit dem Kita-Angabot kombinierbar ist.
Mehr von der Deutschland-Familie sehen.