Und wer bist du?

Dienstag als zweiter Tag der Schöpfung gab mir gleich drei neue Klassen.

Leicht übermüdet und gereizt durch die Sardinenbüchsenmentalität im frühmorgendlichen Zug machte ich mich auf den Weg zur Schule. Im einkaufszenter, das zwischen dem Bahnhof und meinem Arbeitsplatz liegt stand ich spontan vor verschlossenen Türen. Mein bekannter Weg einmal queer Feld ein öffnet erst 8.00 und so durfte ich wieder zurück laufen, um erneut vor verschlossenen Türen zu stehen. Wie jetzt?Hier bin ich doch gerade erst durchgegangen, ich weiss genau, dass die Tür offen war! Ha, noch ein Mensch hier unten… Nachdem ich den armen alten mann bis zum einzigen offenen ausgang (in der Tiefgarage!!) verfolgt habe, sah ich meine Schule. nach dieser  Odysee  schmiss ich im lehrerzimmer die Kopierer an, damit ich auch gut vorbereitet auf meine neue Klasse stossen könnte.
als 3. ORS waren sie in dem alter wo ich am liebsten unterrichtete. alt genug, um nicht mehr bei jedem Wort zu gigeln, charmant genaug, um sich auch mal bei mir lieb Kind machen zu wollen und trotzdem noch kindlich genug, um sich für spiele begeistern zu können. Da musste ich mein bestes Lehrer-ich rauskramen.
Kurz gesagt, die Klasse war goldig 🙂 auch wenn Kurzgeschichten nicht ihr Lieblingsthema sind hat die Stunde richtig Spass gemacht.

Das spätere Wahlfach in Musik strapazierte die allgemeinen Nerven etwas. Souverän klimperte man sich am klavier durch  G,D,Am,C und meisterte den Stufenwechsel am Bass mit echtem fingerspizengefühl. Die jungs am Schlagzeug waren verständnisvoll, dass sie nicht ans Schlagzeug konnten, denn da stand ja die E-Bass Gruppe. Man einigte dich auf das Cajon…schliesslich stellte sich herraus, dass es zu viert gespielt genau so laut sein kann wie ein Schlagzeug. *klirr*

Der Hibbelhaufen von Gestern erwies sich heute als gut erzogene und interessierte Jungklasse. Der klassenlehrer steckte mir schliesslich, dass man mich als sympathisch geoutet hatte undHoffnungen geäussert wurden, ich könnte doch bitte noch mehr Fächer bei ihnen übernehmen. pffff, denkste. Danke kinder ich mag euch ja auch aber Stunden hab ich doch schon so viele. 😦

Das Wahlfach, mit dem ich bis 17.15 aussitzen musste tat mir etwas leid. Die Lehrerin rannte durch die Schule obwohl sie doch im Zimmer sitzen und mich beurteilen sollte und so hatten die jungen Damen genug Zeit mich über die Schule, BG im allgemeinen und ihre Mitschüler im besonderen zu informieren. Das alles konnten sie mit einem Ohrstöpsel voll Musik und den händen in einer Drahtfigur!
Für die Mäuse muss ich mir noch was ausdenken, damit sich ihr Wahlfach wenigstens 8 Stunden im Semester lohnt.

Morgen ist frei, da wird vorbereitet bis Freitag. Schliesslich hat man als angehender Lehrer sowieso zu viel Freizeit.
PS. Vom geplanten Skitag erzähle ich morgen ^^

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