„Ich bin so Jööö“

Am Mittwoch Abend ereignete sich bei uns eine kleine Katastrophe, die bis heute Wellen geschlagen hat ^^

Ganz vereinnahmt von meinen Deutschaufgaben habe ich mich mit verschiedenen Übungen rumgeschlagen und schliesslich Bilanz gezogen über die Saachen, die noch nicht so funktioniert haben wie sie sollten. Nachdem ich den ganzen Abend damit verbracht hatte war ich mehr als ratlos und vielleicht auch ein bisschen demotiviert – jammern stand mir also zu.
Im Wissen, dass mein Informatikerfreund sich das letzte mal wahrscheinlich in der Schule unbewusst mit Syntax und Satzgliedlehre beschäftigt hat, ningelte ich also drauf los. Satzglieder mochte ich noch nie und der Freund mutierte gerade von einer mörderischen Elfe zu einem schlechtgelaunten Werwolf, was nicht gerade hilfreich für meine Konzentration und Toleranz war.
Doch es wartete eine Überraschung auf mich, nach dem unvermeidlichen „Ich weiss das nicht, wie geht denn die Definition?“ und meinem „Weiss ich doch nicht sonst hätt ich es allein gelöst.“ bot der Freund sich doch tatsächlich spontan an mal eben meine Grammatik durchzulesen o.Ô Kurz baff dachte ich mir, ihm den Spass zu lassen, schliesslich hatte ich mit meinen ganzen Lerntagen ja auch nichts rausgekriegt. Aber nach einigem Hin und Her fanden wir etwas Neues zum Üben und der Freund verblüffte mich mit ruhigen, klaren und schlauen Sprüchen zur Syntax mit nominativen Nominalgruppen im Akkusativ. Ja sicher, es dauerte noch einige Zeit bis die letzte Frage beantwortet war, aber stur und hartnäckig quetschte er mir das Bisschen Wissen auch noch in den Kopf.
Beim Aufräumen piesackte ich ihn dann noch mit liebgemeinten Objekt oder adverbial Fragen.

Am nächsten Morgen holte er mich wie immer von der Prüfungshibbelei runter und schaffte es wirklich noch mit mir vorm Zug ein paar Grammatikfragen durchzugehen. Als ich in der Uni erzählte, dass der Freund extra für meine Frage die Grammatik gelesen hat tönte es von allen Seiten: „Jöööö!“, „Ach ist das herzig.“, „ja nai wie süüs.“, „Sowas macht der für dich?“ und „Ach is der jöööö!, dein Freund is ja so jöööö!“. Leicht überrumpelt über dachte ich die Szene noch einmal nach und war auf einmal so stolz auf meinen jöö-Freund, dass ich kichernd im Kissen versank.
Nun zeigte sich zu hause, dass ich nicht die Einzige war der das gefiel, denn der Freund grinste von einem Ohr zum Anderen.
Seid dem heisst es bei uns:„Ich darf das, ich bin so jöö!“

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2 Antworten zu “„Ich bin so Jööö“

  1. Gut, dass dein Freund in deinem Blog keinen Namen hat, denn sonst bekäme er jetzt sicher haufenweise unsittliche Anträge, Telefonnummern und Heiratsanträge.
    Fein, dass du so eine Perle entdeckt hast und für dich gewinnen konntest und dass diese Perle, Elfe oder Werwolf hin und her, dir so zur Seite steht.
    Schönes Wochenende wünscht euch beiden der Rest der Familie

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