finanzen, diäten, Unklarheiten

Was sind schon 840 Euro für einen Studenten? …Kein Problem und mal eben zu verschmerzen, Mieten zahlt man ja generell nicht und ausser Bier braucht man auch keine Lebensmittel kaufen oder gar exorbitante Studiengebühren zu zahlen. Alles Humbug.
So oder ähnlich scheint unser liebes Bafögamt zu denken.
Trotz oder gerade wegen einer klaren Mail meiner Uni in der auf die Schwachstellen ihrer Berechnung hingewiesen wird, bekomme ich Juli und August keine Förderung. Gar keine. Sind 840 Euro, auf die ich so einfach in der Urlaubszeit verzichten kann.

Meine Uni meinte :

Frl. Knisterbunt hat sich nochmals an uns gewandt, da man ihr 
anscheinend die Zahlungen in der Zeit vom Juli bis September verweigert.
Frl Knisterbunt absolviert das Sek I Studium. Diese Ausbildung ist ein 
Masterstudiengang und dauert 4 1/2 Jahre. Der Abschluss des Bachelors 
ist lediglich eine Zwischenprüfung. Die Studierenden bleiben während 
den ganzen 4 1/2 Jahren ununterbrochen eingeschrieben. Die Semester 
sind immer aufgeteilt in Haupt- und Zwischensemester, also von 
September - Februar bzw. von Februar bis September. 
Im Zwischensemester, das meist vorlesungsfrei ist, müssen  teilweise 
Leistungsnachweise erarbeitet werden, es können Nachprüfungen 
stattfinden oder die Zeit  muss für die Masterarbeit aufgewendet 
werden, deren Arbeit bereits im 5.Semester begonnen wird.
Ich sende Ihnen im Anhang nochmals die Semesterbestätigung sowie 
den Flyer Sek 1 mit. Demzufolge bitten wir Sie, die Ausbildungszulagen 
an Frl. Knisterbunt lückenlos weiterzuzahlen, um ein gelingendes Studium 
zu gewährleisten.

Antwort:

Ich habe Frl. Knisterbunt die Sachlage bereits ausführlich dargelegt,
 warum Ihr für die Monate Juli und August 2012 keine Förderung zusteht. 
Leider besteht keine Möglichkeit einer lückenlosen Weiterförderung.

Aber was kann ich da machen? Eine Beschwerde an eine höhere Stelle wäre schon sehr in meinem Sinne. Einfach, um zu sagen, dass ich die Schikane nicht mehr mitmachen möchte und gerne einen anderen Bearbeiter hätte. Allerdings wurde mir von allen 5 Bearbeitern die in meinem Akten rum mischen gesagt, dass sie die Fälle gemeinsam lösen und niemand speziell für einen Studenten zuständig ist. Find ich komisch, ist aber so.
Ausserdem würde ich sehr gerne irgendwo angeben, dass es nicht funtionieren kann, einfach ohne Vorwarnung jemandem das Geld zu streichen mit dem er monatlich rechnet und auf das er ja nach eigenem Wissen angewiesen ist.
Als letzten aber nicht unwichtigsten Punkt würde ich ja ums sterben gerne klären, wo bitte meine Nachzahlung bleibt und warum niemand etwas dazu sagt (wenigstens eine freche Absage) oder wo mein Geld bleibt.
Ich befürchte aber ausser einem „Da können wir nichts machen, so is das eben“ nichts von den Oberbeamten zu bekommen und nur an einen Sachbearbeiter weiter geleitet werde , mit dem ich schon zu tun hatte.

Zusammengerechnet sind das mit dem neu verlorenen Geld  jetzt schon fast 1600 Euro auf die ich verzichte. Verrückt, sollte man meinen. Es stimmt also: „Beamte sind die Geisel der Menschheit!“ Aber immerhin hat mir ja Disney gezeigt, wie man mit schlechten Nachrichten umzugehen hat, man wirft sich einfach auf das nächst beste Bett und schluchzt hingebungsvoll.

Morgen mehr zum Ausflug über die Grenze und neu gewonnene Sugaring-Weisheiten.

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