Ferienendstimmung

Grandiose Tage liegen hinter mir. Es schein, als würden wir in ein paar Tagen alles nachholen, was wir die zwei Wochen verpasst oder verschlafen haben. Die Kraftreserven sind wieder aufgetankt, die ersten Wochenend-Events geschafft.
Nach langem hin und her überlegen hab ich den Freitag mit der kleinen schoggibubble verbracht und bin durchs verregnete Luzern gestapft. Die Stadt der Lichter gab sich ungewohnt düster und klamm, so dass wir uns in die verschiedenen Läden retten mussten. Das ganze Schirm auf, Schirm ab, Jacke an, Jacke aus vermasselte uns dabei irgendwieden Spass, so dass sogar Schuhe kaufen nicht mehr so schön war, wie frau das gewohnt ist. Es gab aber auch nur Mist oder unglaublich teuere schöne Sachen. Die Auswahl war also beschränkt. Die Rettung sollte Starbucks werden aber die Menschenmassen drängten uns förmlich nebenan ins Mc`ns, so dass wir statt Caramell Machiato nur McFlurry bekamen. Die Ausbeute des Tages waren ein paar Socken…meine Oma wäre stolz auf mich. Die folgende Autofahrt war mehr als erhellend und innerlich lachte ich mich tod über die kleine schoggibubble, die schimpfend wie ein Rohrspatz in ihrem Autochen rumhüpfte und ahnungslose Mitfahrer befuselte.
Bei ihr angekommen wurde ich in das Geheimnis der Wegge eingeweiht. Eine lustige Sache, die so tut, als wäre sie ein Hefezopf aber noch mit Nussfüllung verwickelt ist. Ganz die Küchenchefin wurde ich scharf gerügt, als ich unter dem Handtuch gucken wollte, ob die Hefe schon aufgeht. Der Abend wurde dann mit Jim, Stifler und Sherlock noch sehr lustiger als gedacht. Mädchen können untereinander einfach besser über so fremdschäm Sachen lästern und Giggeln. Der Bruder vom schoggibubble dachte wahrscheinlich sonst was o.Ô Bevor wir uns vom Baileys beduselt ins Bettchen begaben, fanden wir immerhin noch die Zeit, ausgiebig über laute Kinder und unmögliche Menschen zu reverieren. Mädelsabende sind toll und müssten mehr subventioniert werden. Ganz uneigennützig hat der Freund das natürlich schon gewusst und mich gedrängt ihm mehr freie Zeit zu überlassen. Als ich allerdings leicht übernächtigt mit Quarkbällchen und Pfannkuchen zum Frühstück vor ihm stand, schien er doch wieder ganz zufrieden mit der Welt.
Auch der Samstag wurde phänomenal, als der Freund erst einkaufen gehen WOLLTE und dann auch noch ins Kino einlud. Aufgehübscht und frohen Mutes machten ich mich auf den Weg zum neuen Zeitreisefilm und wurde auch noch zum Essen im lieblings Vapiano eingeladen. Ausgeschlafen jagten wir dafür heute gemeinsam einen Latexfehler und widmeten uns mit neu erröteten Haaren dem Fondue Chinoise. Trotz schweizer Spezialität konnte ich mich nicht so sehr dafür begeistern wie erhofft. Das nächste Mal wirds also doch wieder Käse geben, oder einfach mehr verschiedenes Fleisch. Als Hühnchenfreund kann ich ja sagen, dass ich vom Brühehuhn nicht so sehr angetan war, wie von der gebratenen Variante. Aber wir bleiben dran und schauen weiter.

Morgen gibts dann ein Bewerbungsgespräch. Ob meine Anruferin von mir immer noch so begeistert ist, wie am Telefon, wenn ich ihr sage, wie viel ich arbeiten kann und wann ich wieder für zwei Wochen gen Heimat ziehe? Mit was genau rechnen Arbeitgeber eigentlich, wenn sie Studenten einstellen? Denen ist schon klar, dass ich mit anderthalb freien Wochentagen schon echt gut dabei bin und unibedingt eigentlich auch nur 2/4 Samstagen opfern könnte? Naja, wir werden morgen sehen. Wäre eben schon gut, wenn Anforderungen und Zeitumfang in den Stellenausschreibungen stehen würden.
So, los gehts. Tanzzeug packen, Kunstzeug packen, Laptop backupen, bewerbungsfreundliche Klamotten suchen und auf in die nächste Unizeit.

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3 Antworten zu “Ferienendstimmung

  1. Am 21.12. gehen wir beide shoppen (heimlich nur nichts verraten, sonst kommen alle mit) und ich hoffe, wir kehren Beute beladen und über beide Ohren grinsend heim. Einen Tag nur du und ich. Hoffentlich haben dein Geschwister da nicht schon Ferien. Ich geb mir Mühe durchzuhalten, du weißt ich bin eher der Kaffeetrinker als der shopper.
    Hdl

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