rauschhaft

Herbstmesse. Zug blüht auf. Besucher kommen. Blinkendes Riesenrad. Käse, Wein und Badewannen-Technik.

So weit die Impressionen von gestern. Zuger Messe ist was feines. Letztes Jahr gabs da die Kochblumen und feines Chillipesto. Dieses Jahr gabs die auch, aber noch mal brauchten wir die nicht. Eigentlich haben wir die ganze Messe im Schnelldurchgang genommen, also immerhin so schnell, wie die anderen Gäste uns gelassen haben. Ein highlight war sicherlich der überzeugend italienische Händler aus Adliswil. Über Chemiezusätze und Bioprodukte schwadronierend verkaufte er ein gutes Stück Mefisto. Um an den Chillikäse zu kommen mussten wir erst noch etliche Sugo und Pesto probieren. Grazie Mille.
Sehr bald nach dem Käse tat der Freund passenderweise noch einen lustigen Winzer auf. Boar, wie versnobbt das gerade klingt. Angelockt vom Erdbeer-Sekt liessen wir uns auf ein Gespräch ein. Dazu muss man sagen, dass ich von Wein genau so viel verstehen, wie von Hochhausarchitektur. Nach drei verschiedenen Weiss- und zwei Rotweinen hatten wir auch schon das Bestellformular ausgefüllt. Da der lustig heisere stuttgarter Winzer um eine leserliche Adresse gebeten hatte, übernahm ich das für den Freund. Als Dankeschön wartete auch schon der versprochene Erdbeer -Sekt auf uns. Mit genau dem liess mich der Freund dann unvernünftiger Weise allein und machte sich auf den Weg zum nächsten Bargeldautomaten. Inzwischen erzählte mir der lustige Mann warum Schweizer Männer am liebsten deutsche oder thailändische Frauen haben ( jawoll, die Schlussfolgerung ist so einfach, wie man es sich gerade denkt). Wahrscheinlich waren noch andere Blüten der Weisheit  dabei,aber irgendwann hmhmte ich nur noch und überlegte wo der Freund geblieben war und wie hoch mein Barhocker wohl sein könnte. Als der zweite Sektkorken knallte, war mir klar, dass der Freund entweder ausgeraubt wurde oder seinen Orientierungssinn verloren haben musste. Aber pünktlich mit dem ersten Kir Royal schwebte ein Keks vor meiner Nase. Also schnappte ich mir meine Portion Schokolade und verriet meinem Liebsten ein kleines fein gehütetes Geheimnis (keine Bange nichts Weitreichendes ^^). Der Freund rettete mich vor noch mehr Freundlichkeit und bestätigte unsere Bestellung. Nach einem unausweichlichen Verabschiedungsumtrunk schickerten wir lustig fröhlich von dannen. Aufgeregt schwatzend gings am See lang und nach Hause. Das Wochenende hatten wir uns redlich verdient.

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Eine Antwort zu “rauschhaft

  1. Pingback: Schulbesuche | knisterbunt

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