Rückblick

Da der kleine grosse Bruder sich so über den letzten Artikel gefreut hat, nahm ich mir vor ihm bis zum neuen Jahr die lobhudelnde Überschrift zu gönnen. Mit den ersten Januartagen viel somit auch meine selbstauferlegte Schreibblockade ab.

Weihnachten
Fast zwei Wochen ging es zu meiner Familie. Schon davor ist viel passiert Prüfungen, München und IKEA werden aber wahrscheinlich nicht mehr nachgetragen.  Wie immer setzte ich mich also am Abend in den CNL, der mich über Nacht zur Familie bringen sollte. So ganz ohne Sitznachbarn überdachte ich schon meine Schlafgewohnheiten, als ich mir unfreiwillig und naiv einen Fremdpartner anlachte. Fragt mich nicht, wie es dazu kam aber der nette Rentner entpuppte sich als überaus gesprächig und vor allem schlaflos. Als ich mich irgendwann schlafend stellte wusste ich schon einiges über die Wende, sein Leben im Westen gleich neben der Schweiz, seine Familie, die Arbeit als Hotelkaufmann, Willkommensgeld, Krankheiten wie MS und Burnout und spezielle lokale Süssigkeiten. Letzteres wurde durch 5 riesige Kisten anschaulich gemacht, die bis oben hin mit sehr leckeren aber verflucht schweren Leckereien bestückt waren. Nach Schokolade und Marzipan durften dann auch Karamell und Buttercrem nicht abgelehnt werden. Wahnsinn. Schlaflos und leicht gereizt wurde ich dann mitten in der Nacht mit einem grossen frisch gebrühten Kaffee entschädigt, den er während einer Pause irgendwo in der Stadt aufgetrieben hatte.
Vollkommen übermüdet war ich schliesslich froh, als er mir in den Mantel half und meinen Koffer aus dem Zug hob, so dass ich mich vom Papa abholen lassen konnte. Daheim erwartete mich eine fröhliche Familie voller Pläne und eine kranke Schwester, die ihre Bazillus grosszügig mit mir teilte.

Ganz zu meiner Überraschung liessen sich meine Lieben daheim von meinen Low Carb Vorschlägen beeindrucken und konnten sich mit Salat, gefüllten Zucchinis und Lasagne gut anfreunden. Das ich im Gegensatz dazu gerne Toastbrot frühstücke, war mein Kompromiss und rächte sich erst später :p
Eins der besten Erlebnisse war der komplett freie Tag ohne Geschwister und Verpflichtungen, den ich mit meiner Mama wild shoppend in der Stadt verbrachte. Einfach mal quatschen und die Seele baumeln lassen. Über Gott und die Welt sprechen. Einfach wohl fühlen. Schön.
Da dieses Jahr der Freund nicht mit in die Heimat kam, standen wir mit dem Weihnachtsbaum wieder vor einem Problem und zogen kurzerhand den Onkel mit in dieses Projekt. Der Baum wurde also durch unser Stubenfenster gezogen und schliesslich in all seinen vier Meter irgendwas an unserer Stube festgebunden. Zum schmücken wurde dann meine Schwester dazugeholt. Bei uns ist das so ein Frauending, nur wir drei. Ich glaub den Männern ist das ganz recht so 🙂
Weihnachten war fein. Recht beschaulich und locker. Endlich hatte jeder Zeit sich auch über seine Geschenke zu freuen und ich denke doch, dass meine Ideen wunderbar angekommen sind. Aber auch ich hatte am Ende einen riesen Koffer vollgestopft mit tollen Sachen!! Pullover, Gutscheine, Schmuck, Geld, Bücher und vieles mehr landeten auf meinem Gabentisch.

Aber auch die Tage und Abende dannach waren toll, so dass die Zeit viel zu schnell vorbei ging und ich am liebsten alle in meinem Koffer mit über die Grenze genommen hätte. Wir haben gespielt, gequatscht, Pläne geschmiedet, Ausflüge unternommen und wieder ein bisschen Zeit nachgeholt. Aber schon bald werde ich ja besucht. Gebucht ist schon und jetzt liegt es am Freund und mir da eine gute Planung aufzustellen.

0loveMum

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2 Antworten zu “Rückblick

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