Von Schulen, Kindern und Aufregung

Es gibt wahnsinnig viele Dinge über die ich bisher noch nicht gebloggt habe. Lustiger Weise wird mir das momentan immer wieder vorgeworfen. Also werde ich wohl mal schauen was ich wieder aufarbeiten kann.

Wie schon angekündigt stand die Woche meine Diplomstunde ins Haus. Die Stunden vorher waren nun nicht gerade Sternstunden meiner Schulkarriere aber immerhin schaffte ich es, dank einiger Abmachungen, 15 Min eher zu gehen. Mit besten Wünschen meiner Klasse joggte ich von nun an durch die Schule und versuchte alle Materialien und Leuchtpulte pünktlich fertig zu bekommen.
die Gäste kamen früh und verflüsterten sich dann in eine Ecke des Klassenzimmers. Gut, dass mittlerweile die Technik funktionierte und Alle Blätter gelocht waren. Zeichentrickfilme sind aufwändiger als man immer denkt und wenn man alles alleine vorbereiten muss, dann dauert alles noch viel länger.
Die Schüler waren in der Stunde schon fast goldig, ob das nun  an meinem brillianten Unterricht lag oder daran, dass die beiden Uni-Dozenten hinter ihnen sassen sei mal in den Raum gestellt.  Wichtig war nur, dass die wahnsinnige Aufregung der letzten Tage schlagartig verschwunden war, als die Stunde begann. Ich kannte die Kinder, ich kannte mein Thema und war überzeugt vom Aufbau…ausserdem war mit 20 aufgeregten Schülern einfach kein Platz für meine eigene Nervosität. Also legten wir los, wärmten uns auf, machten Vorübungen, reflektierten theoretische Hintergründe und waren handwerklich voll dabei. Ich muss sagen aus den etwas konfusen Storyboards meiner Schützlinge sind schon recht coole Sachen geworden, bin gespannt was die nächste Stunde da noch draus machen. Nach der Stunde bekam ich Zeit zum Aufräumen und reflektieren. Ja genau, das machen wir öfter. Didaktische Hintergründe, Absichten, fachwissenschaftliche Details, Entwicklungsschritte und Lernziele sind dabei immer beliebte Themen.
Die Didaktiker liessen sich Zeit alle möglichen Dinge zu hinterfragen und brachten mich mit ein bis zwei Fragen auch ganz schön aus dem Konzept. Vielleicht hätte ich auch nicht ganz so aus meiner eigenen Überzeugung sprechen sollen…wer weiss, evtl war gerade das auch ein Pluspunkt? Ende vom Lied ist, dass ich ich 10 Meter auf unserem Schulflur rumgetigert bin, als man mich auch schon wieder rein bat. Bestanden, Gratulation, Stein vom Herzen, dümmliches Grinsen und etwas Smaltalk, dann war die Sache auch schon gegessen. Überglücklich räumte ich noch ein Bisschen vor mich hin und schlenderte dann ins Lehrerzimmer, wo ich auch schon erwartet wurde.  Die Woche werde ich mich mit einem grossen Lehrerkuchen für die Anteilnahme, die Motivation und die Glückwünsche vom Team bedanken. Es gibt nichts schöneres also zum 29. Mal verkünden zu können, dass man es geschafft hat!
Mein Praxislehrer sorgte dann sogar für einen Überraschungsapplaus meiner Klasse, als ich mich glücklich zurück ins Klassenzimmer trollte. Die Besten. 🙂

Wie ausgemacht schleppte ich dann mein Jassi-Kindchen ab und gab mir Mühe einen fröhlichen und sehr flüssigen Abend zu arrangieren. Mit unseren Freunden Wodka, Sahne, Kahlua, Martini, Orangensaft, Moscato und Amarula bildeten wir eine lustige Gesellschaft, es fehlte nur der Freund. (Dieser wollte lieber 5 Stunden in Köln auf dem Flughafen bleiben und von Flugzeug zu Flugzeug hüpfen…) Aber so ein Mädelsabend war auch nicht ohne 🙂

Den nächsten Tag verbrachte ich recht verknautscht mal in Zürich, St. Gallen oder Konstanz und kämpfte mich ein bisschen durch den plötzlich eimerweise fallenden Schnee. Mit einigen Beautyartikeln, Klamotten und neuen Postkarten für die Familie ging es aber schon schnell zurück in mein Gast-Heimatland. Mittwoch und die Hälfte von meinem letzten Praktikum war vorbei.

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