Man(n) macht Sport

Erwiesener Weise machen sich niemals im Jahr so viele Leute zum Sport auf, wie im Januar. Schlechtes Gewissen wegen den Weihnachtsfressereien, gute Vorsätze zum neuen Jahr, hysterische Anfälle wegen nicht passendem Silvester-Outfit, spöttisches Hinweisen auf Plätzchen in den Hüftröllchen, neue Arbeitsstellen, übermotivierte Kollegen deren Gruppenzwang einen mitzieht oder beschämt noch mehr Schokolade essen lässt oder irgendwelche Bikinibrücken…Was auch immer der Auslöser ist, die Antwort ist Sport. Wenig bis zu viel Sport, Ernährungspläne, Diäten, Muskelkater, grumpige Laune und gezerrte Bänder sind die Folge Mitte Januar oder spätestens zu Ostern.
In meiner Sportklasse haben jetzt jedes mal 2 Kinder gefehlt, eine hat ein Dauerhaftes Atest wegen Aua – bis Sommer, zusätzlich melden sich jede Stunde 1-2 wegen Miristschlecht, IchhabemichbeimSportverletzt oder Mirtutdawasweh.

Der Freund macht auch Sport. Is ja gut und wird nicht nur befürwortet, sondern auch unterstützt. So ein trainierter, ausdauernder und glücklicher Mann im Haus ist wirklich eine gute Sache und sehr zu empfehlen.
Ich mache gerade keinen Sport. Draussen ist es kalt und langweilig, alleine daheim ist die nötige Überwindung echt enorm und bisher zu selten, für das Studio fehlt gerade Kleingeld, Kurse und Vereine müssen aus dem gleichen Grund warten. Alles Ausreden, aber für mich reichen sie ^^nur das schlechte Gewissen wächst. Dabei mag ich Sport, sobald ich mir eine Routine gesetzt habe mache ich gerne Sport und fühle mich danach toll. So solls sein.

Fast so oft wie die Leute ihrem neuen Hobby fröhnen geben sie es auch wieder auf. Der Freund sucht sich jetzt evtl. einen neuen Sport. Neues Jahr, neues Glück. Schach, Geräteturnen, Karate, Voltigieren, Kickboxen, Yoga…die Auswahl ist gross.

Meinen Sportmädels stellen sich diese schweren Fragen nicht. Sport? Hab ich doch drei Stunden die Woche, hör ich da immer! Heute hätte ich da ganzen 5 von 17 Teilnehmerinnen auch zustimmen können. Nichts schweisstreibendes, aber aufmerksam und fast immer in Bewegung. Mehr will man als Lehrer doch nicht. Man merkt, die Ansprüche sind nicht gross. Die N. und ich habe jetzt einen Weg gefunden in den Sportlektionen auszukommen, sie kommt ohne Frechheiten (aber in Strassensachen) in die Stunden und lässt mich in Ruhe – dafür lasse ich sie vom Rand etwas trillerpfeifen und sie auch in Ruhe. Sehr nett heute, sogar mit Lächeln.
Ob ich zum Rest der Bande noch durchdringen werde ist fraglich, sicher nicht mit Hochsprung. Tanzen wollen sie (war schon dran), sogar Aerobic (unsere Halle ist komplett verglast) und Zumba sind vorgeschlagen wurden…schade nur, dass die nächsten Monate Leichtathletik vorsehen. Rennen, springen, werfen…verstehste?

0rum

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