Gute Nachrichten

Zuerst das Wichtigste: Ich lebe noch.
Und ja, ich finde es notwendig, das nach nur zwei Tagen Schullager zu erwähnen. Lachen Sie ruhig. Bevor meine Erinnerung von einem grossen schwarzen Loche Namens Wochenende verschluckt wird und ich wieder die Hälfte vergesse, nutze ich die rar gesäte freie Zeit am Internetzugang.

Mittlerweile habe ich gelernt, dass Kinder auch dann Schokoladenflecke auf Bussitze kriegen, wenn sie ihre Rucksäcke unten im Gepäckfach haben oder „nur Chips“ dabei haben. Solche Schokoladenflecken passieren ganz willkürlich, ohne das Zutun der Kinder und natürlich gegen ihren Willen nach Sauberkeit.
Die Zimmereinteilung lief erfreulich problemlos, die Zimmer der Kinder sind schön gross, hell und relativ modern. Die Zimmer der Lehrer lassen da etwas zu wünschen übrig, aber wir wollen mal nicht so sein. Sehr gewöhnungsbedürftig finde ich die Gemeinschaftsduschen, es kommt vor, dass man auf den dunklen Fluren gegen 23 oder 7 Uhr Lehrer antrifft die hektisch gucken, ob denn die Duschen schon/noch leer sind. Ich kann mir fast bildlich vorstellen was passiert, wenn Tina zu hause sagt:“Ich habe zusammen mit Frau Knisterbunt geduscht.“ Oder Pauline erzählt, dass wir uns jetzt nackt kennen und gegenseitig Duschbad ausgetauscht haben. Ein Aufschrei am Esstisch. Da schleiche ich lieber 2-3x vergeblich durch den Flur.

Den Theaterworkshop nahm meine Truppe gelassen. Die übliche Verteilung zwischen jenen die es ernst nehmen, probieren, lernen, spielen wollen und jenen, die Alles ins Lächerliche ziehen oder betont grossspurig und übertrieben herumhumpeln. Damit war zu rechnen, wir vertiefen das morgen.

Abgesehen davon, dass es unwahrscheinlich kalt war haben wir auch gut geschlafen. Die Schüler waren entweder zu müde für Unternehmungen oder haben sich nicht erwischen lassen. Mir war beides Recht, so konnte ich unter Bettdecke und Schlafsack meiner Nachtruhe frönen, auch eine Seltenheit, wenn ich an meine Schulzeit zurück denke. Da haben die Lehrer wirklich noch patrouilliert (ich war mir nie so sicher wann und vor allem wo die schlafen!).

Heute dann die Wanderung. Ich bin groggy. Meine Kollegen sind groggy. Die Schüler waren groggy. Der Unterschied ist leider gravierend. So sind sie jetzt schon wieder am schreien, hüpfen, spielen, streiten…ich habe meinen 3. Kaffee und warte auf die Nachtruhe. Bei diesem Thema vermisse ich mein altes Team ein klotze klotze kleines Bisschen. Mein neues Team ist sehr ernsthaft und gesittet…evtl. kann man da die Woche noch was machen?

Morgen ist Bergfest. Ich halte Sie auf dem Laufenden. Jetzt muss ich Twistet spielen.

 

0edward

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