Mein fliegendes Klassenzimmer

… oder warum meine Schüler ihren Aufsatz nicht zurück kriegen.

„Ach die freuen sich doch auch, wenn ich den Test mal nicht wieder geben.“
„Ja ne, ich hab so viel zu tun, denen sag ich, dass ich die Prüfung verloren haben.“

So oder ähnlich habe ich das schon öfter gehört und mich immer gefragt, was das denn bitte für Lehrermenschen sind. Jetzt ist heute aber einem Schüler aufgefallen, dass sie ihren Aufsatz von Februar/März (?) noch immer nicht wieder bekommen haben. Tschja was soll ich sagen… Am Anfang tat ich, was jeder Lehrer tut und schob die ungeliebte Korrektur vor mir her, bis sie dann von anderen Stapeln überdeckt wurden. Ab und zu schaute mal eine Ecke hervor, die dann schnell wieder mehr oder weniger säuberlich versorgt wurde. Das schlechte Gewissen meldete sich bei mir und ich riskierte einen Blick in die Texte. So viel zu lesen, so viel zu korrigieren und vor allem so viele Rechtschreibfehler, die alle angestrichen und bewertet werden müssen! Schnell weg mit dem Kram, die Klasse hat noch nicht gefragt und wenn ich ihnen genug anderes zu tun gebe habe ich vielleicht noch eine Verschnaufpause. Nur kurz, was soll ich denn schliesslich mit 20 Siebtklässleraufsätzen hier anfangen, wäre ja verrückt.
Verrückt, nun ja, mittlerweile ist Juni. Klar da lagen lange Ferien, Auffahrt und Pfingsten dazwischen, da kann man schon mal das ein oder andere vergessen, oder eben verlieren. Und puff, da fragt doch so ein 12 jähriger Knopf nach den ewig alten Aufsätzen. Verjährt so was nicht irgendwann?

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