Mehr Struktur für mein Kind!

Da plagt man sich im Studium ab mit neuen, ach so tollen Arbeitsformen. Übt Fishbowl, Planarbeiten, Gruppenpuzzle, rotierendes Partnergespräch, Streitgespräche, Standbilder bauen und viele andere kreativ benannte Formen. Versucht didaktisch wertvoll, spielerisch ansprechend und vor allem nachhaltig seinen Stoff in diese netten Förmchen zu pressen. Schlägt sich mit mittelmässig arbeitenden Schülern rum, bei denen nur die Hälfte mitmacht. Ist von allem selber nicht so ganz überzeugt….

Und dann wollen die Eltern bitte mehr Struktur der alten Schule!

Frontalunterricht, Diktate, streng kontrolliertes Arbeiten und mehr handschriftliche Merksätze sind gewünscht. Die Kinder von heute hätten so viel Freiheiten, dass sie nicht selbstständig arbeiten könnten.

Klar finde auch ich, dass vieles überdiagnostiziert wird und wir nicht immer alles zerreden und entschuldigen sollten. Ich bin die erste, die im Grammatikunterricht vorn an der Tafel alles Schritt für Schritt durchgeht. Alle Augen zu mir, Spot an, Kuli zur Hand, mitschreiben und los…! Aber so eine nette Mischung zwischen strukturiert angeleitetem Lernen und späterem eigenverantwortlichen Übungsphasen, damit man eben diese Selbstständigkeit lernen kann, ist nun nicht das Schlechteste, oder? Die Uni wird sich doch nicht nur zum Zeitvertreib ein paar neue Sachen ausgedacht haben. Hoffe ich.

0shhhh

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