DHL, TNT und der Apfel

Also das war so:

Ich habe ja schon so einige Laptops zu Grabe getragen. Meine aktuelle Wahl ist nun schon etwas in die Jahre gekommen und fängt an über Alterserscheinungen zu klagen. Nichts Bedrohliches momentan, aber man weiss ja wie schnell so was gehen kann. Nach vielem hin und her hatte der Freund mich nun so weit mir ein neues gutes Stück zuzulegen. Das ging dann auch ganz fix, wir hatten die Vor- und Nachteile bereits einige Male gegeneinander abgewogen. Also ein, zwei, hopp und weg war die Bestellung.

Nun hat man als Lehrer ja bekanntlich immer Ferien, viel Geld und Nachmittags nichts zu tun – allerdings gibt es da noch etwas und das nennt sich Bildungsrabatt. Heisst auf das Werkzeug mit dem ich interaktiven, produktiven, modernen und möglichst guten Unterricht zaubere, bekomme ich Rabatt. Immer vorausgesetzt, dass man daran denkt. Ich habe daran gedacht, einen Tag nachdem die Bestellung draussen war. Die Frage ob ich auf den ganzen Aufwand oder auf die 300 Geld verzichte war schwierig, schliesslich sind wir im Inneren alle Faulpelze. Einen Termin mit dem Kundenservice vereinbart und das das Problemchen geschildert. Noch ahnte ich nichts Böses, kurz mal eine Rechnung anpassen, fertig. Schliesslich wollte ich nicht das Produkt oder die Bestellung ändern, sondern nur (nachträglich) meinen Rabattcode eingeben. Denkste. Der nette Herr riet mir das Paket gar nicht erst anzunehmen und noch einmal neu zu bestellen, dieses mal mit Rabatt. „Die Annahme verweigern“ heisst das und klingt für mich recht unfreundlich.

Am Abend machten wir die ganze Bestellung nochmal und dachten dabei sogar an den Rabatt (wäre ja noch schöner gewesen!). Ein etwas schlechtes Gewissen hatte ich ja schon, schliesslich wusste ich, dass genau das was ich gerade bestellte, bald wieder zurückgeschickt werden sollte. Aber die Lieferdaten stimmten und so begann der Plan.
Am Freitag Mittag verpasste ich die erste Lieferfirma und am Montag Mittag verpasste ich die zweite Lieferung. Manchmal denke ich, die Postleute hoffen überall arbeitslose, ledige Menschen zu treffen, die nie einkaufen müssen oder Freunde haben. Wer ist schon unter der Woche 11:20 oder 13:30 in seiner Wohnung?

Die Lieferung auf meiner „Blacklist“ konnte einfach auf einen anderen Termin gelegt werden. Was ich nicht konnte, war direkt die Annahme zu verweigern. Also musste ich das Paket annehmen und dann wieder zurückgeben. Etwas umständlich aber okay.
Die erwünschte Lieferung machte Probleme, online konnte ich nur 2/3 Paketen umbuchen. Das dritte weigerte sich standhaft. Schliesslich konnte ich es so managen, dass alle Pakete (7 Scheinchen die zusammen gehören!) am gleichen Tag und im selben Zeitfenster geliefert werden. Puh.
Angekommen sind 5/7 Päckchen… Der nette Mann von der gänigen Lieferfirma hatte keine Ahnung und auch kein Interesse. Also verbrachte ich 23 Minuten in deren Kundendienst. Das Ergebnis ist, dass ich nun einen „Fall“ habe und zwei Stunden angerufen werde. Dass die Frau am Telefon mich dafür 3x in die Musikschleife legte und zwischendurch zwei Minuten lang ein Selbstgespräch führte gehört wohl zum Service.
Das wird spannend, ich habe ja keinen Stress, da mein gutes Stück noch funktioniert allerdings ist bald Weihnachten und man ist ja nicht immer zu hause!

Ich traue mich nicht aus dem Haus. Wetten, wenn ich aus der Tür gehe rufen sie an, weil sie meine Sachen gefunden haben? Klar.

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