Als ich die Abschlussarbeit verlor

Alle Oberstufenschüler kämpfen sich in ihrem letzten Jahr durch die Projektstunden. Basteln Murmelbahnen, machen Interviews, lassen Eier mit Fallschirmen fliegen und kümmern sich um kleine Projekte. Das Ganze gipfelt dann in der Abschlussarbeit und wird eigentlich immer mit viel Elan und Ehrgeiz begangen.

Während der regulären Schulzeit betreut ein Lehrer bei uns diese Aufgaben. Das heisst er kümmert sich um die Unterlagen, weisst die Schüler in ihre Aufgaben ein und unterstützt sie bei der Themenwahl. Man hält sie auf der Spur, erinnert sie an Abgabetermine und behält den Überblick zwischen den verschiedenen Zielen.
Im Sommer gibt es dann eine vertiefte Woche in der sich die Schüler nur und ausschliesslich mit ihrer Arbeit befassen, ohne störende Schullektionen. Bisher war es recht angenehm, dass sie Vertiefungswoche und die regulären Stunden von verschiedenen Personen geleitet werden. Als Betreuer kriegt man mal den Kopf frei und die Schüler bekommen eine unvoreingenommene Meinung mit frischen Ideen als Rückmeldung.

Letztes Jahr lies ich es mir in der Vertiefungswoche gut gehen und genoss den Austausch mit den verschiedenen Schülern. Jeder steht an einer anderen Stelle, hat andere Gedanken und wechselt zwischen praktischen und theoretischen Arbeitsgängen hin und her. Es ist spannend zu sehen, wie sie sich entwickeln und teilweise ganz in ihrer Arbeit aufgehen. Ausserdem schafft man viel nebenbei und kann sich so extra Planungsaufwand sparen. Pluspunkte für alle Beteiligten.

Neu ist nun, dass ich diese Arbeit wohl im aktuellen Jahr nicht mehr machen „darf“. Ein neuer Kollege betreut die regulären Stunden und möchte seinen Anschluss auch in der Projektwoche nicht aufgeben. Toll, dass man solche Dinge immer erst im Nachhinein erfährt, wenn sie mit allen anderen „wichtigen“ Leuten schon besprochen sind. Die Entscheidung wird von den Kollegen kritisch beäugt, von der Schulleitung jedoch unterstützt. So kann es gehen.

Jetzt muss ich mich mit der Planung des nächsten Semesters noch einmal beschäftigen. Die Alternative zu der Abschlussarbeit klingt ja auch nicht unbedingt schlecht. Aber momentan bin ich einfach knatschig, weil mich niemand gefragt oder informiert hat. Man hätte das doch mal zur Diskussion stellen können, oder?

0elan

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