Flummi im Kopf

Eigentlich sollte ich gerade auf Hochtouren an meinen Arbeitsplänen und Materialien ARbeiten. Arbeitsblätter raussuchen, Wochenpläne schreiben, didaktische Begründungen und nachhaltige Prüfungen finden. Aber da ist etwas, dass mir schon seit zwei Wochen im Kopf rumspringt und meine Gedanken von den verschiedenen Arbeitsmethoden weg zu interessanteren Ideen führt.

Vom 17.-20.März ist wieder die jährliche Buchmesse in Leipzig. Zwar ist die Frankfurter Buchmesse offiziell die grössere, aber ich finde die Leipziger Messe besser aufgebaut, umfangreicher und auch übersichtlicher strukturiert. Ausserdem bin ich als Exileinheimischer natürlich nicht unvoreingenommen. Viele schöne Erinnerungen hängen an den verschiedenen Buchmessen, die ich über die Jahre besucht hatte. Viele Stunden, die ich in Bücherregalen rumstöberte, meine aktuellen Manga-Stars sehen konnte, verrückte Cosplayer beneidete, mit Freunden fachsimpelte und schwer mit Büchern beladen wieder nach hause wankte. Mein blauäugiges Ziel war einmal keine Buchmesse zu verpassen, leider hatte sich das mit meinem Studium dann erledigt, da der Zeitraum immer knapp ausserhalb der Semesterferien lag und auch der Weg für einen Tag Messe recht weit war.

Die letzten Jahre kam mir immer der gesunde Menschenverstand dazwischen. Ohne Auto und Gehalt blieb nur der Nachtzug (aber 10 Stunden pro Weg waren uns dann doch zu abenteuerlich), später ohne Auto aber mit Gehalt kam der Flieger ins Gespräch (aber 300 Geld für einen Hobby-Shoppingtrip?), heute gibt es ein Auto und Gehalt und meine Gedanken triften wieder zur Buchmesse.

Das wäre doch mal was. Einfach so die Sachen packen, alle Logik und Bedenken liegen lassen und ab die Post. Andere fahren über ein Wochenende nach London, reisen mit dem Rucksack durch Thailand, probieren Extermsportarten oder mieten sich über Nacht in Italien irgendwo ein. Den ganzen Erwachsenenkram hinter mir lassen und einfach mal was Verrücktes tun. Ich habe sogar schon überlegt, ob man die Buchmesse (mit Jugendbüchern und Fachliteratur!) als Deutschlehrer unter Weiterbildung laufen lassen kann 🙂 Mein Gedankenflummi flüstert die ganze Zeit: „Wann, wenn nicht jetzt?“ Natürlich wird das kein entspanntes, geruhsames Wochenende bei dem man Energie für die neue Arbeitswoche sammelt. Aber schliesslich sind wir noch jung, wa?! Wer weiss was in einem oder in fünf Jahren ist. Ob wir dann Zeit und die Möglichkeiten haben? Leider kann ich den aktuellen Autofahrer unter uns nicht wirklich für dieses Unternehmen begeistern.
Nun gibt es ja diese praktischen Mitfahrgelegenheiten, allerdings muss man sich dann nach deren Terminkalender richten und kommt auch nicht direkt an sein Übernachtungsziel. Aber ich bezahle mich nicht dusslig, muss nicht selber fahren, kann Gepäck mitnehmen und sitze nicht 20 Stunden in einem Zug fest. Ich bin schon fast so weit das einfach mal auszuprobieren, dann habe ich an dem folgenden Montag halt Jetlag, weil ich erst um eins irgendwo angekommen bin…aber das müsste sich doch Lehrer-Kinder-freundlich vorbereiten lassen!

Mein inneres Kind springt gerade gemeinsam mit dem Flummi auf und ab. Na das mit der Vorbereitung kann ja was werden 🙂

0old

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