Gemischtes Doppel II

Sternstunden
Alle Dinge haben ja bekanntlich zwei Seiten und nach den undankbaren kleinen Kerlchen gestern, war der Tag noch nicht beendet.
Am Nachmittag sassen wir mit den Kollegen zusammen und bastelten an einer Präsentation für den Elternabend. Dabei suchten wir auf den verschiedenen Stufen nach Evergreens in unserem Alltag und Sternstunden im Unterricht. Es war erstaunlich wie schnell wir vom Kindergarten bis in die Abschlussklasse Beispiele fanden an die wir uns gerne erinnern. Situationen auf die wir halt stolz sind!
Da sind Schüler, die sich in der Kunst hervor tun und nun bei verschiedenen öffentlichen Projekten mit machen. Schüler die sich mit ihren Instrumenten vor die Klasse trauen und einfach mal „machen“. Ein absolut hyperaktiver Junge, der keine Minute still sitzen kann aber jetzt das Lesen für sich entdeckt hat und durch einen Ausflug im Theater Fuss gefasst hat. Eine Band die mir schon 2 Monate vorher Kopfzerbrechen bereitete und jetzt einfach super miteinander arbeitet, sich respektiert, Spass hat und tatsächlich Ergebnisse erzielt.

Bosonders Stolz bin ich darauf, dass die Arbeit mit meiner Klasse hervorgehoben wurde und endlich gewürdigt wurde, wie viel Arbeit drei Semester Berufswahl bedeuten. Bis auf drei Schüler sind alle mit Lehrstellen versorgt oder bei der Gymiprüfung und die Schulleitung ist glücklich.

Heute war ich im Gespräch mit jemandem der in der Bank arbeitet. Nachdem ich bis 16 Uhr in der Schule war und danach noch totmüde ein Elterngespräch hinter mich brachte sprach er mich darauf an, dass ja nicht jeder so einen „Schoki-Job“ wie ich hätte.
Normalerweise rege ich mich über solche Leute schrecklich auf, weil sie nur die Ferientage zählen und sehen, dass die Schule täglich 16 Uhr fertig ist. Was an physischem/psychichem Ballast und zusätzlicher Arbeitszeit (auch in der Freizeit!) daran hängt ignorieren sie fein. Aber dieses Mal musste ich mitten im Luftholen kurz inne halten und an genau diese Sternstunden denken. Daran, dass ich mich momentan in meinem Job wirklich wohl fühle, an meinen Kiddies hänge, gerne Lehrerin bin und auch gerade nur minimalen Vorbereitungsstress erlebe. Klar kommt das daher, dass ich zu einer anderen Zeit viel und ausdauernd gearbeitet habe, aber gerade jetzt – ist alles gut.

Es gäbe noch so Vieles mehr, aber momentan muss ich der anderen Hälfte im Leben etwas Aufmerksamkeit schenken. Arbeit ist ja, auch wenns schön ist, nicht alles :*

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