Erste Hilfe für Babys und Kinder I

Der Herzensfreund und ich belegen gemeinsam einen Nothelferkurs für kleine Menschen. Den normalen Nothelferkurs haben wir ja bereits im Zuge meiner Führerscheinprüfung gemeinsam absolviert. Solche Kurse werden anscheinend für alle möglichen Situationen angeboten und als Lehrerin war ich etwas verschnupft noch nie etwas von der Kindernothilfe gehört zu haben. Ich meine, gehört das nicht als elementarer Teil in unser Grundjahr? Noch bevor man sich entscheidet ob man Kindergarten, Grundschule oder Oberstufe unterrichten möchte sollte man meiner Meinung nach darauf vorbereitet sein, dass auch mal jemand ein Wehwehchen hat!

Schnittverletzungen, verstauchte Knöchel, dehydriert, Sonnenstich, Beule, Insektenstich, Allergie, Anfälle, vergessene Inhalatordinger oder einfach nur Migräne und Fieber sehen wir relativ häufig. Da gibt es Exkursionen, Sporttage, Klassenlager, Hofpausen und ganz normale Schultage. Ohne Kühlpack geht nichts mehr, das ist mein Wunderhelfer für den ersten Schock!

Nunja, jedenfalls haben wir die Gunst der Stunde genutzt und im Zusammenhang mit dem angekündigten Erdbeerchen so einen Kurs gebucht. Viele Mütter mit Kindern zwischen 3 Monaten und 18 Jahren sind dort, aber auch Krippenerzieher, zwei Väter und halt wir. Eine illustre Runde sind wir und schlagen uns mit den beiden Kursleiterinnen zwei Samstage um die Ohren. Das ganze wird angeboten von den Samaritern und ist irgendwo zwischen Theorie und Praxis aufgebaut.
Der erste Kurstag war dem Nothelfer sehr ähnlich: Notfallnummern, Ampelsystem (erst denken, dann handeln!), stabile Seitenlage, praktische Übungen draussen und Reanimation. Die allerdings nicht nur mit erwachsenen Puppen sondern auch mit Teenagern und Säuglingen…ein ganz anderes Format (!) und so manche der Mamis musste sich beim beatmen der Babypuppe die ein oder andere Träne verdrücken. Interessant wurde der Tag durch die vielen individuellen Beispiele und Fragen, welche die Teilnehmer einbrachten. Zuvor hatte ich noch nie vom „Zweiten Ertrinken“ gehört oder mir Gedanken über Pseudokrupp gemacht. Da waren die Fragen nach Ersticken/Verschlucken und kleineren Stürzen aus dem Tripptrapp oder der Wickelkommode schon naheliegender.

Beim ersten Praxisanlauf spielte ich einen Gaffer, beim zweiten Mal eine böse grosse Schwester, die ihren Bruder vom Klettergerüst geschubst hat. Beim epileptischen Anfall und der Hysterie war ich lieber Teil der „helfenden“ Masse.
Recht groggy vom vielen beruhigen und beatmen schlichen wir uns mit einem Stapel voller Papier, viel Zucker im Blut und einer Zeckenkarte in der Tasche nach Hause.
Bin mal gespannt auf den zweiten Teil!

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