Lagertag III – Ruhe und Strafmassnahmen

Habe ich gestern geschrieben, dass die Kinder langsam ruhiger werden, haben wir heute beim Frühstück einen neuen Ruhepegel aufgestellt. Nach zwei Nächten heimlich möglichst lang wach sein, sind die meisten zu müde für Ihr Müsli. Da heute die grosse Wanderung ansteht müssen sie sich aber trotz teilweise grünen Gesichtern mit ihrem Lunchpaket beschäftigen. Jene die sogar auf den täglichen Schokoriegel verzichten, kann man leicht als die aktivsten Mitglieder der Nachtparty entlarven.

Situationsbedingt bleibe ich mit den Invaliden, kranken und Simulanten beim Lagerhaus. Mal schauen was der Tag heute noch bringt.

Nach einem überraschend ergiebigen Mittagsschlaf und einem kleinen Spaziergang waren wir fit genug für das Abendprogramm. Dabei quizten wir uns durch allerhand Fragen von alltäglich bis absurd. Vorher verlies uns aber ein guter Teil des Lagertruppe und ein Teil des Leiterteams, da sie sich an eine Draussen-Übernachtung wagten.
Dabei sei einmal gesagt: „Shame on you, Eltern!“ Wie kann ich mein Kind zu einer Outdoor Übernachtung anmelden, es aber nur mit einem Pyjama losschicken? Wo waren die Isomatten, langen Jogginganzüge, Socken, die dicken Schlafsäcke oder Taschenlampen? Meine Güte, es ist September! Zwar ein warmer sonniger September aber in der Nacht, auf dem Berg, ohne Zelt IST ES SEPTEMBER!
Gut hatten wir vorsorglich immerhin ein paar Zeltplanen besorgt, die wir runter die Zelte legen wollten, so dass manche Kinder nun unter einem Zeltdach schliefen (wie so eine Bude, die man unterm Tisch baute) manche diese jedoch als Schlafunterlage brauchten (also Gras, Plane, Kind, freier Himmel…).
Alle (kein Kolateralschade, puuuh) kamen recht durchfroren, übernächtigt aber mit wahnsinnig guter Laune wieder. Auf dem Platz gab es in der Nacht Lagerfeuer, laut grölende und von den Bergen hallende Gesänge, Marshmallows, Lehrer die den „Depp“ (??) tanzen lernten und neue Kontakte zu neugierig vorbei schauenden fremden Schulklassen.

Leider mussten wir uns aus den ein oder anderen Gründen auch von den ersten Lagerteilnehmern verabschieden. Kinder können manchmal auch doof sein.

Gute Nacht

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