Das Märchen vom guten Arbeitgeber

Lange wars hier ruhig. In der Zeit ist mal gar nichts passiert (kein Grund zu Schreiben) und dann wieder so viel auf einmal (keine Zeit zum Schreiben). Das Wichtigste voraus: Ich bin wieder auf Stellensuche und mit dem lokalen Mutterschutz bzw. dem Verhalten den Arbeitgeber nicht zufrieden. Genau darum soll es in dem heutigen kleinen Märchen auch gehen:

Eines schönen Tages trug es sich zu, dass die Frau des Softwareentwicklers ihr Kind  in die Kita geben wollte. Dies war mit ihrem Herrn vor dem Mutterschutz abgesprochen und auch befürwortet wurden.  So machten sich der Softwareentwickler und die Frau also auf die Suche nach den höchst raren Kita-Plätzen und wurden nach fast einem Jahr endlich überraschend fündig. Eine gute Fee versprach ihnen gegen enorme Bezahlung einen Platz für den Jüngling.
Da die Eltern ihr Kind auch gerne etwas für sich haben wollten sprach die Frau des Softwareentwicklers bei ihrem Herrn vor und vereinbarte (früher als verlangt) eine brauchbare Lösung. Die gute Fee versprach auf den Jüngling zu achten, der Herr versprach die Entlohnung der Frau und gemeinsam versprachen der Softwareentwickler und seine Frau dafür die enormen Kosten der Fee zu decken. Alle freuten sich ihres Lebens und genossen die glückliche Fügung.

Das klingt doch so weit so gut, aber wie in allen Märchen kommt jetzt die grosse Wendung.

So wurde die Frau des Softwareentwicklers plötzlich von einem netten Gesellen gewarnt, dass der Herr ein falsches Spiel treiben würde und sie des Hofs verweisen wolle. Ganz aufgescheucht informierte sich die Frau bei Advokaten, Gelehrten und anderen Mit-Frauen – ging jedoch gemischter Gefühle zu einem spontanen Treffen und hoffte auf ein Missverständnis.
„Sie stellte sich gar freundlich, o Hänsel, welche Not!“ Ah, falsches Lied…
Betont joval und freundschaftlich begann nun das Gespräch, vor dem sich die Frau des Softwareentwicklers fürchtete. Es seien zu wenig Kunden am Hofe, deswegen gibt es hier keine Arbeit mehr für sie, nur aus purer Herzensgüte dürfe sie einmal pro Tag die Gesellen und Kunden am Hofe besuchen und für Wasser und Brot mit ihnen sprechen. Die getroffene Abmachung sei keinen Pfifferling wert. Die Frau, welche die Abmachung mit der guten Fee im Kopf hatte und an den Jüngling denken musste, wollte sich damit nicht abfinden und stellte den Herren auf die Probe. Dieser hat nun etwas Zeit zu beweisen, dass er auf der richtigen Seite des Märchens steht oder er wird die Frau des Softwareentwicklers nie wieder sehen. 

Die sucht jetzt nämlich eine neue Stelle. Das Vertrauen in den Arbeitgeber und die Anerkennung ihrer Leistung ist nämlich nicht mehr gewährleistet. Hoffen wir, dass nach Kündigungsschluss, mit den gestellten Anforderungen, in erreichbarer Entfernung und vereinbar mit dem Kitaplatz irgendwas zu finden ist…sind ja nun nicht gerade wenig Vorgaben.

Drückt mir die Daumen!

Maleficent

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Eine Antwort zu “Das Märchen vom guten Arbeitgeber

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